Studie: Dax-Unternehmen machen immer schlechtere Geschäfte in Russland
Frostige Zeiten für den Umsatz

Die Einfuhrverbote für EU-Waren sorgen nicht nur bei russischen Konsumenten für besorgte Blicke. Deutsche Unternehmen haben deswegen mit Umsatzschwund zu kämpfen. Bild: dpa
Wirtschaft BY
Bayern
03.12.2015
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Das Russland-Geschäft der deutschen Dax-Konzerne ist nach einer Studie der Unternehmensberatung EAC im laufenden Jahr weiter eingebrochen. Zusammen erwirtschafteten die 30 Dax-Unternehmen voraussichtlich nur noch rund 15 Milliarden Euro Umsatz in Russland, sagte EAC-Partner Dietmar Kusch am Mittwoch in München. Vor zwei Jahren seien es noch 22 Milliarden, im vergangenen Jahr noch 19 Milliarden Euro gewesen. Russland stecke in einer Wirtschaftskrise, die vor allem auf den Ölpreisverfall zurückzuführen sei, erklärte Kusch. Dazu kämen die Abwertung des Rubel, die Eintrübung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds und die wegen des Kriegs in der Ukraine 2014 verhängten EU-Sanktionen. Sinkende Löhne und zurückgehende Investitionen sorgten außerdem für leere Auftragsbücher.

Im kommenden Jahr erwarten die auf Schwellenländer spezialisierten Unternehmensberater für das Russland-Geschäft der deutschen Konzerne Stagnation und ab 2017 "eine flache Erholungskurve".

Die umsatzstärksten Dax-Konzerne in Russland seien im vergangenen Jahr die Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW gewesen, daneben Siemens, der Energieversorger Eon und BASF. Nicht nur die Umsätze seien im Schnitt zweistellig gesunken, zugleich sei auch die Gewinnmarge zurückgegangen - von sieben auf vier Prozent.
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