Supermarktketten Rewe und Penny gewinnen Rechtsstreit um Bewertung - Nun Fall für ...
Salat liegt "Öko-Test" im Magen

Wirtschaft BY
Bayern
21.02.2015
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Die Zeitschrift "Öko-Test" darf Rewe und Penny im Zusammenhang mit einem Salat-Test aus dem Jahr 2013 nicht mehr als "ungenügend" bezeichnen. Die Supermarktketten setzten sich vor dem Oberlandesgericht (OLG) München in der Auseinandersetzung durch. Die schriftliche Begründung der Entscheidung des OLG steht noch aus. Zwar habe die von den Testern gefundene Nitrat-Belastung von fünf Gramm pro Kilo unter dem im Winter erlaubten Grenzwert von sieben Gramm gelegen. Aus Sicht von "Öko-Test" habe der Bundesgerichtshof (BGH) Testern aber einen breiten Spielraum zugebilligt. "Das heißt beispielsweise: Wir dürfen strenger sein als der Gesetzgeber", so "Öko-Test".

"Rewe und Penny hatten in ihrer Klage insbesondere die Testgrundlagen und die Bewertungsmaßstäbe beanstandet", sagte ein Rewe-Sprecher am Freitag. "Getestet wurde lediglich nach Testkäufen in einem Rewe- und einem Penny-Supermarkt an einem Tag und dort in Bezug auf lediglich drei Salatsorten." Zudem seien jeweils unterschiedliche Kombinationen aus drei verschiedenen Salatsorten eingekauft worden. Unter anderem habe das zu einer Ungleichgewichtung des Tests geführt, monierten die Supermarktketten.

Jürgen Stellpflug, Geschäftsführer von "Öko-Test", kündigte eine Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH an. Damit können sich Prozessparteien gegen die Nichtzulassung der Revision wehren. Aus Sicht von "Öko-Test" muss der Bundesgerichtshof klären, wie es sein könne, dass die Zeitschrift im Jahr 2013 vor dem Oberlandesgericht Köln in dem Streit noch gegen Rewe gewonnen habe.
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