Teure Werbung mit Sprint- und Popstar

Der jamaikanische Sprinterstar Usain Bolt vor dem Logo seines Sponsors Puma. Archivbild: dpa
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Bayern
07.11.2015
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Das Geschäft bei Puma läuft wieder besser. Doch unter anderem der starke US-Dollar bremst den Konzern weiter aus. Für 2016 hofft der Sportartikel-Hersteller auf die Fußball-EM und Olympia-Goldgarant Usain Bolt.

Eine teure Werbekampagne mit US-Popstar Rihanna und Sprinter Usain Bolt sowie Ausgaben für den Aufbau eigener Geschäfte haben Puma im dritten Quartal belastet. Firmenchef Björn Gulden machte am Freitag aber Hoffnung, dass der Kurs, den er Puma seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren verordnet hat, im kommenden Jahr Früchte trägt. Das Unternehmen aus Herzogenaurach (Mittelfranken) setzt 2016 vor allem auf die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich sowie die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro.

Zurück in der Gewinnzone

Der weltweit drittgrößte Sportartikelhersteller kehrte allerdings dank guter Geschäfte mit Schuhen in die Gewinnzone zurück. Der Konzern erwirtschaftete von Juli bis September unter dem Strich einen Gewinn von 20 Millionen Euro. Im zweiten Quartal hatte Puma noch gut drei Millionen Euro Verlust geschrieben. Im Vorjahresvergleich schnitten die Herzogenauracher allerdings enttäuschend ab. Unter dem Strich sackte der Konzerngewinn um fast ein Drittel ab. Außer der teuren Werbekampagne bereitet dem Unternehmen auch der starke US-Dollar Sorgen. Zudem ist Puma stark vom Geschäft in Schwellenländern abhängig, deren Währungen zum Dollar besonders stark an Wert verloren. Dadurch sank auch das operative Ergebnis von Juli bis September um gut 11 Prozent auf 41 Millionen Euro.

Der Konzern verbesserte seine Quartalserlöse im Vergleich zum Vorjahr zwar um 8,4 Prozent auf 914 Millionen Euro, was auf die Region Amerika und Asien/Pazifik zurückzuführen war. In Europa sanken die Umsätze. Im Vorjahr habe noch der erstmalige Verkauf von Produkten des britischen Fußball-Clubs FC Arsenal beflügelt. Zudem fehlten die Umsätze der inzwischen verkauften Outdoor-Marke Tretorn.

Im kommenden Geschäftsjahr könnte die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich dem Geschäft wieder Aufwind geben. Neben dem Gastgeber statten die Herzogenauracher auch Tschechien, die Slowakei, Österreich und die Schweiz aus. Zudem steigen die Olympischen Sommerspiele in Rio mit Markenbotschafter Bolt.

Spekulation um Verkauf

Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete, dass der französische Mutterkonzern Kering langsam die Geduld mit seiner Tochter verliere und für einen Verkauf offen stehe. "Gerüchte gibt es vor jeden Quartalszahlen wieder. Wir haben keine Indikatoren dafür, dass Kering im Verkaufsprozess ist", betonte Gulden. Der Luxusgüterkonzern hält rund 86 Prozent an dem Sportartikelhersteller.
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