Tipps, wie Chef und Arbeitnehmer das Thema gemeinsam angehen können
Elternzeit als Herausforderung

Gerhard Heinold vom Zentrum Bayern Familie und Soziales (von links), Doris Reinecke, Leiterin des Stabs Familie bei der Stadt Nürnberg, und Knut Harmsen, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Erlangen. Bild: sbü
Wirtschaft BY
Bayern
18.10.2014
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(sbü) Familienfreundlichkeit im Betrieb gilt als eine der besten Möglichkeiten, um Fachkräfte zu binden. Doch am Umgang mit Elternzeiten zeige sich, ob das Unternehmen tatsächlich familienfreundlich ist.

Bei der Jahrestagung "Allianz Pro Fachkräfte" in der Meistersingerhalle entwickelten Experten einige Empfehlungen: Betriebe sollten sich auf Elternzeiten einstellen. Dazu gehöre "die rechtzeitige Einarbeitung potenzieller Ersatzkräfte oder die Entwicklung von Teilzeitangeboten", sagte Knut Harmsen, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Erlangen. Einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft aus dem Jahre 2012 zufolge "gaben 78 Prozent der befragten Betriebe an, Rücksicht auf Eltern bei Urlaubsplanungen zu nehmen". 63 Prozent würden Teilzeitmodelle während der Elternzeit ausprobieren. Harmsen empfahl, die freigestellten Arbeitnehmer weiterhin an den Betrieb durch beispielsweise Zugang zum Intranet zu binden. Als "heißer Tipp" gelte die finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung.

Den Eltern empfiehlt Doris Reinecke, Leiterin des Stabs Familie bei der Stadt Nürnberg: "Holen Sie sich frühzeitig Informationen über Kinderbetreuungsmöglichkeiten und über die rechtliche Situation beim Wiedereinstieg."

Gerhard Heinold vom Zentrum Bayern für Familie und Soziales (ZBFS) berichtete, dass immer mehr Väter Elternzeiten nähmen, meist lediglich für zwei Monate. Nach dem Gesetzentwurf "Elterngeld plus" solle die Pause flexibler gestaltet werden.
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