VW-Tochter MAN rollt in die Verlustzone

MAN wird von der Rezession in Brasilien nach unten gezogen. Die Probleme in Lateinamerika und der Konzernumbau in Europa lassen den Lkw- und Maschinenbau-Konzern wohl in die Verlustzone rutschen. Bild: dpa
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Bayern
29.07.2015
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Der Einbruch des Südamerika-Geschäfts und der Konzernumbau drücken die VW-Lastwagentochter MAN in diesem Jahr wahrscheinlich in die roten Zahlen. MAN-Finanzchef Peter Park sagte am Dienstag in München: "Das Nettoergebnis wird um die Nulllinie liegen - ich schätze, leicht negativ." Die Verkäufe in Lateinamerika hätten sich im ersten Halbjahr halbiert, Brasilien stecke tief in der Rezession, "und Besserung ist nicht in Sicht", erklärte Vorstandschef Georg Pachta-Reyhofen. In Europa ist das Lkw-Geschäft zwar im wieder Aufwind - aber hier belasten der Stellenabbau und die Neuausrichtung der Werke im Schulterschluss mit Scania das Ergebnis.

Beim Umsatz rechnet die VW-Tochter jetzt mit einem Wert leicht unter dem Vorjahresniveau von 14,3 Milliarden Euro. Die operative Rendite dürfte sich mehr als halbieren. Die Konzernmutter VW, die gut 75 Prozent an MAN hält und einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen hat, muss sich 2015 auf einen Verlustausgleich in Richtung München einstellen. Den freien MAN-Aktionären garantiert der Konzern zudem eine Dividende.
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