VW und BMW knacken historische Marken

Im Mai verlässt Norbert Reithofer den Chefsessel von BMW. Zum Abschied kann er sich über einen neuen Absatzrekord freuen. Archivbild: dpa
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Bayern
10.01.2015
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VW hat 2014 die Schallmauer von zehn Millionen verkauften Fahrzeugen durchbrochen - obwohl der Kernmarke mit dem Golf zum Jahresende die Puste ausging. Nun wartet alles auf die Zahlen des Rivalen Toyota. Ein paar Millionen Autos tiefer knallen auch bei BMW die Sektkorken.

Der VW-Konzern hat 2014 als erster Autobauer mehr als zehn Millionen Fahrzeuge in einem Jahr verkauft. Das geht aus den bis zum Freitag veröffentlichten Absatzzahlen der einzelnen Marken hervor. Gleichzeitig betrat BMW neues Territorium. Die Münchener knackten die Marke von zwei Millionen verkauften Autos und ließen damit ein weiteres Mal die Rivalen Audi und Daimler hinter sich.

Bei Volkswagen trieb vor allem die Hauptmarke VW-Pkw trotz einer Schwächephase zum Jahresausklang mit 6,12 Millionen Autos den Konzern zu dem historischen Rekord. Auch die Tochter Audi (1,74 Millionen) und erstmals die tschechische Marke Skoda (1,04 Millionen) lagen im siebenstelligen Bereich.

Warten auf Toyota

Ursprünglich hatten die Wolfsburger die zehn Millionen erst für 2018 angepeilt. Doch Konzernchef Martin Winterkorn stellte das Erreichen der Schwelle zuletzt schon für dieses Jahr in Aussicht. Auch der bisherige Branchenprimus Toyota wollte diese magische Marke 2014 knacken, hat aber noch keine Zahlen veröffentlicht. Bei VW gaben neben den großen Absatzbringern auch die leichten Nutzfahrzeuge, Porsche und Seat sowie die Lastwagenbauer MAN und Scania den Ausschlag. Zwar haben die schweren Nutzfahrzeug-Schwestern bisher nur Daten für die ersten drei Quartale vorgelegt. Trotzdem kommen unter dem Strich bereits 10,04 Millionen Fahrzeuge zusammen. Allerdings ist die Menge allein noch kein Erfolgskriterium. Wichtiger ist, wie viel Geld die Konzerne pro verkauftem Auto verdienen. Da stellt Toyota VW derzeit in den Schatten.

Bei BMW ließ sich der Rekord indes bereits auch ohne Rechenschieber ablesen: Mit 2,12 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce überschritten die Münchener - ebenfalls früher als gedacht - die nächste große Zielmarke. Zwar konnten die Konkurrenten den Abstand zum weltgrößten Oberklasse-Hersteller verkürzen, doch vor allem Daimlers Lücke in China ist gewaltig. Während BMW im Reich der Mitte rund 456 000 Neuwagen auf die Straße brachte, kam Daimler nur auf 281 600 Stück. Audi lieferte mit knapp 579 000 Autos mehr als doppelt so viele aus. China war in den vergangenen Jahren für die Premium-Hersteller das Schlaraffenland. Doch inzwischen schwächt sich das Wachstum im Massengeschäft ab.

Rekord auch für Daimler

Insgesamt verkaufte Daimler 2014 dank einer ganzen Reihe neuer und aufgefrischter Modelle so viele Autos wie noch nie. Der Konzern setzte 1,65 Millionen Neuwagen seiner Kernmarke Mercedes-Benz ab. Das entsprach einem Zuwachs von 13 Prozent gegenüber 2013, wie die Stuttgarter am Freitag mitteilten. Bei der Kleinwagentochter Smart gingen die Verkaufszahlen allerdings um elf Prozent auf knapp 90 000 Stück zurück. Die im Herbst vorgestellte neue Smart-Generation soll den Absatz 2015 wieder steigen lassen.
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