Karlheinz Schreiber muss nicht mehr ins Gefängnis
Ein freier Mann

Wirtschaft
Bayern
21.03.2016
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Augsburg. Trotz einer Verurteilung zu sechseinhalb Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe muss der frühere Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber nicht mehr ins Gefängnis.

Das Oberlandesgericht (OLG) München rechnete dem 81-Jährigen die Untersuchungshaft an und setzte die Reststrafe auch wegen der angeschlagenen Gesundheit Schreibers zur Bewährung aus, wie das Augsburger Landgericht am Montag mitteilte. Ähnlich wie vor wenigen Wochen der ehemalige FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß muss auch Schreiber nur die halbe Haftdauer absitzen. Schreiber hatte früher engen Kontakt zu hochrangigen Politikern und löste mit einem Schwarzgeldkoffer den Spendenskandal der CDU aus. Er hatte gegen seine Verurteilung im November 2013 in Augsburg Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt, scheiterte damit jedoch. Somit ist das Urteil seit Sommer 2015 rechtskräftig. Doch auch danach musste der im oberbayerischen Kaufering lebende Ex-Lobbyist nicht mehr in Haft.
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