Baldrian für eine reiche Ernte

Siegerin des Blumenschmuckwettbewerbes ist Regina Anzer (sitzend, links). Der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft, Gerhard Scharl (rechts) ehrte sie ebenso wie die weiteren Teilnehmer. Bild: fz
Lokales
Bechtsrieth
06.11.2014
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Zuerst gab es bei den Siedlern eine Brotzeit, dann wurde es beim Hutzaabend richtig schön. Die Preisverleihung im Blumenschmuckwettbewerb stand an.

Siegerin beim Blumenschmuckwettbewerb der Siedlergemeinschaft Bechtsrieth/Trebsau ist Regina Anzer in der Alten Siedlung 10. Sie erreichte 48 von 54 möglichen Punkten. Dahinter liegen punktgleich mit je 45 Zählern Monika Hirmer (Brunnenstraße 20), Annemarie Kießling (Amselweg 6) und Bärbel Mundt (Pirker Straße 39) auf Platz zwei sowie Beate Schlecht (Falkenweg 4) mit 44 Zählern auf Rang drei.

Beim Hutzaabend im Pfarrheim ließen sich die 40 Mitglieder erst einmal einen deftigen Brotzeitteller schmecken, bevor Bürgermeister und Vorsitzender Gerhard Scharl die Preisverleihung vornahm. Gärtnermeister Hermann Zierer hatte sich nach der Besichtigung um die Auswertung gekümmert.

Blick auch aufs Gemüse

Kriterien waren Gesamteindruck und Aufteilung der Blumen und Pflanzflächen, der Pflegezustand, die räumliche und pflanzliche Gestaltung der Gärten, die Zusammenstellung und Farbgebung der Balkon- und Blumenkästen, Besonderheiten wie Gartenteiche, Fassadenbepflanzung, Hecken und auch Gehwege. Auch den Gemüsegarten bezog er in die Bewertung ein.

16 Mitglieder hatten sich beteiligt. In seiner Funktion als Bürgermeister bezeichnete Scharl den Blumenschmuckwettbewerb als großen Beitrag für die Verschönerung und Gestaltung des Ortsbildes. Für die Erstplatzierten gab es Blumengeschenke nebst Urkunde.

Ebenfalls Urkunden und Blumen erhielten Angela Schrepel (Mühlweg 10), Annemarie Scharl (Brunnenstraße 5), Petra Dobner (Mühlweg 7), Manuela Baldauf (Amselweg 2), Irma Sparrer (Lerchenweg3), Angelika Lindner (Fasanenweg 5), Sabine Ackermann (Habichtweg 6), Andrea Uschold (Finkenweg 2), Hermelinde Schmid (Asternweg 4) und Gerda Schlosser (Alte Siedlung 1).

Im weiteren Verlauf des Abends referierte Landschaftsarchitektin Dorle Engels über den "Naturgarten als Lebensraum für Natur und Mensch". Sie zeigte 35 Bausteine zu einem Naturparadies auf. Kernkriterium ist der Verzicht auf Mineraldünger, auf Torf auch im Blumenkasten und auf Pestizide. Die Bodenpflege erfolgt nur mit Mulch und die Düngung mit Gründünger und Kompost.

Bauten im Garten sind nur aus Holz oder Stein. Außerdem verwies sie auf die naturnahe Gestaltung der Wege und Zäune. "Man soll alte Gemüsesorten und Kräuter wieder neu entdecken und diese als Mischkulturen anlegen, heimische Wildblumen und Stauden integrieren und den Rasen zur Kräuterwiese umfunktionieren", lautete ihre Empfehlung.

Einen Tipp hatte die Referentin auch noch parat: "Einen Tropfen Blütenextrakt vom Baldrian in einen Liter Wasser und die Mischung in die Blüten spritzen. Das fördert die Blüten- sowie Fruchtbildung und vermehrt die Ernte bei Bohnen, Erbsen, Gurken, Erdbeeren und Zucchini."

Als weiteren Tipp gab sie, unverdünnte Rhabarberblätterjauche als "Schneckenschreck" einzusetzen.
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