Kampf gegen Wasser geht vor

Lokales
Bechtsrieth
28.10.2015
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"Es wird nicht alles jeden Tag an die große Glocke gehängt. Aber in Bechtsrieth bewegt sich viel in Sachen Infrastruktur und Lebensqualität", betont der Bürgermeister in der Bürgerversammlung. Das muss es auch - vor allem mit Blick auf den Starkregen.

Abgeschlossen wurde der Ausbau der Verbindungsstraße vom Ortsende Trebsau bis zur Gemeindegrenze Pirk. "420 Meter Länge für 162 097 Euro", sagte Bürgermeister Gerhard Scharl. Ein Riesenschritt für Bechtsrieth und Trebsau sei auch die Umorientierung in der Wasserversorgung gewesen. Weg von eigenen Quellen, hin zur "Steinwaldgruppe". Unterm Strich seien so 400 000 Euro eingespart worden.

Wegen des Starkregens habe man die Dorferneuerung erst einmal zurückgestellt. Zuletzt landete im Rathaus ein Eilbescheid von der Regierung: Sie erhöhte die finanzielle Unterstützung um 100 000 Euro auf 350 000 Euro, weil das Konzept stimmig sei. Das Gesamtbudget der Maßnahmen muss sich demnach auf 700 000 Euro belaufen. Darüber wird man reden. 2017 sollen erste Maßnahmen anlaufen.

Dorferneuerungsarchitekt Hubert Liegl wird 2016 konkrete Planungen vorlegen. Als Konsequenz aus dem Starkregen 2013 müsse verhindert werden, dass Wasser aus der Flur in die geschlossene Bebauung und damit in das Kanalsystem gelangt. Die Gemeinde habe hier mit einem in Auftrag gegebenen Gutachten reagiert. "Da wir uns nicht die Umsetzung des gesamten Konzepts mit 29 Maßnahmen bei Kosten von 3,1 Millionen Euro leisten können, werden zunächst Vorhaben mit vertretbaren Mitteln umgesetzt, die einen großen Schutz versprechen", sagte Scharl. Das seien das Ableiten von Oberflächenwasser aus der Lohtrat für den Bereich Fliederstraße bis Tulpenweg sowie die Entlastung des Kanals in dem Bereich. Im Gebiet Ahorn- und Buchenweg sei eine Mulde vom Ahornweg in Richtung Zahklgraben gepflügt worden, die das Wasser aus den Feldern nicht mehr einfließen lasse.

Eine Ertüchtigung der Brücke in Bechtsrieth sei im Frühjahr geplant. In Trebsau laufe die Erschließung von vier Bauparzellen am Mühlweg.

Eine schriftliche Anfrage zum eines Sachstandsberichts "Breitbandversorgung" lag von Georg Hartinger vor. Bürgermeister Scharl informierte, dass die Gemeinde ins Förderprogramm des Freistaates eingestiegen, aber wieder herausgenommen worden sei. Kabel Deutschland biete mit dem Fernsehkabelnetz für alle Grundstücke bis zu 100 Mbit an. Dadurch sei man im Sinne des Förderprogramms ausreichend versorgt. Im Netz der Telekom seien nur bis zu 50 Mbit verfügbar. Die Telekom prüfe derzeit, ob im Bereich Lohstraße "eigenwirtschaftlich" ein Verstärkerschrank mit Glasfaser gebaut wird.
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