Kanal und Wasser zahlen alle

Lokales
Bechtsrieth
25.10.2015
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Die Investitionssumme für Kanal, Wasser und Straße in Trebsau belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro. Die Gemeinde stellte in der Bürgerversammlung die Planungen vor und informierte über die finanzielle Beteiligung der Bürger.

Gut 70 Leute waren in den Unterrichtsraum des Feuerwehrhauses gekommen. Hauptpunkt der Sitzung war der Ausbau der Pirker Straße in Trebsau. Bürgermeister Gerhard Scharl machte gleich klar, dass man zwar Kostenschätzungen aus dem Planungsentwurf sagen könne, "nicht jedoch runtergebrochen" auf einzelne Anwesen.

Im Bereich Pirker Straße werden die Wasserleitungen samt Hausanschlüssen komplett erneuert, zudem der Kanal von der Abzweigung Elsternweg bis zum Ortsende Richtung Pirk samt Hausanschlüssen. Saniert wird ebenfalls der Kanal von der Pirker Straße zum Regenüberlaufbecken. In der Brunnenstraße werden die Wasserleitungen mit Hausanschlüssen und der Kanal teilweise ab dem Fasanenweg erneuert.

Zur Ableitung von Oberflächenwasser aus der Brunnenlohe in den Mühlbach wird ein zusätzlicher Kanal gebaut. Im Fasanenweg werden die Wasserleitungen und ein Teil des Kanals samt Hausanschlüsse saniert. Die Kanalleitung im Baugebiet Mitte wird entsprechend der hydrodynamischen Berechnung größer dimensioniert.

Zugleich wird dann die marode Pirker Straße ausgebaut. Ein Abfräsen der Teerdecke und danach das Aufbringen einer Feinschicht ist wegen fehlenden Unterbaus nicht möglich. Hierfür gebe es keine Förderung. Der Straßenbau sollte gleichzeitig erfolgen, weil dies den Anliegern günstiger komme, da bei der Straßenumlage die Kosten für Asphalt und Unterbrauch auf eine Breite von 1,5 Meter auf Kanal- und Wasser aufgeschlagen und somit an alle verteilt werden. Genaue Einsicht in die Pläne gab Gunther König vom Weidener Ingenieurbüro König. Die Berechnungen für die Kanal- und Wasserleitungen ergeben nach einer Kostenschätzung 689 000 Euro für den Kanal, 60 000 Euro für den Regenwasserkanal und 363 000 Euro für die Wasserleitung.

Beim Vollausbau der Pirker Straße werden 760 Meter auf einer Breite von 5,50 Meter gebaut. Insgesamt sind es 7000 Quadratmeter Fläche, die bearbeitet werden müssen. Zufahrten werden mit Betonplatten, Parkflächen mit Granitpflaster errichtet. Die Randflächengestaltung erfolgt mit Grün. Die Kostenschätzung hat 1,1 Millionen Euro ergeben. Zur Umlage informierte Bürgermeister Scharl, dass die Pirker Straße als Durchgangsstraße eingestuft wird. Damit werden nur 30 Prozent der 1,1 Millionen Euro auf die Anlieger umgelegt. 70 Prozent bleiben bei der Gemeinde, die hierzu eine Förderung von 54 Prozent erhält.

Für die Erneuerung von Kanal und Wasser werden Verbesserungsbeiträge eingehoben. Kanal und Wasser müssen zu 100 Prozent umgelegt werden. "Da wir aber ein Versorgungssystem haben, betrifft das den gesamten Gemeindebereich", erklärte Scharl. Daher müssen anteilig die Bechtsriether Hausbesitzer mit herangezogen werden. (Im Blickpunkt)
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