Löschen wie die Großen

In Bechtsrieth brennt es in der Schule. 50 Jugendlichen der Feuerwehren in der Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz proben den Einsatz im Ernstfall und legen dabei einen Beweis hervorragender Ausbildung an den Tag. Bild: fz
Lokales
Bechtsrieth
19.10.2015
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"Die Schule brennt", lautete die Alarmierung. Zum Glück war alles Schau. Die Jugendfeuerwehren in der Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz zeigten, was sie gelernt hatten. "Gerade sowie die Alten", freute sich Kreisbrandmeister Martin List.

Die Kirwaübung der Jugendfeuerwehren hat Tradition und ist zugleich Beweis für eine hervorragende Jugendarbeit der vier Ortsfeuerwehren Schirmitz, Pirk, Bechtsrieth und Irchenrieth. Kreisbrandmeister List spricht gerade in Sachen Nachwuchs von einer sehr guten Position der vier Wehren.

"Da braucht man sich um den Nachwuchs keine Sorge machen", zieht er Bilanz. "Die Jugendlichen sind mit Eifer bei der Sache." Das sei ein Verdienst der jeweiligen Jugendwarten, aber auch ein Verdienst der Gemeinden, die diese Arbeit fördern. Am Samstag um 13 Uhr begann der Zwischenbau der Turnhalle und Grundschule in Bechtsrieth zu "brennen". Alarm für die Jugendfeuerwehren, die in kurzen Abständen, gefahren von Erwachsenen, mit Einsatzfahrzeugen anrücken.

Von vier Seiten

Bechtsrieths Jugendwart Andreas Hoch als Einsatzleiter weist ein, schickt seine Bechtsriether als Hauptangriff an den brennenden Zwischenbau. Irchenrieth postierte er als Absicherung der angrenzenden Schule und Schirmitz als Abschottung der Turnhalle. An die Rückseite des Gebäudekomplexes beordert er Pirk. Der Aufbau von der Wasserentnahme über den Aufbau bis zum Löscheinsatz ist ein Spiegelbild der guten Ausbildung der Jugendlichen.

Innerhalb zehn Minuten ergießt sich über den Komplex das Wasser aus den Strahlrohren. Bechtsrieths Kommandant Matthias zeigt sich als Beobachter begeistert. Den Einsatz der 50 Jugendlichen verfolgen auch die Bürgermeister Gerhard Scharl (Bechtsrieth) und Ernst Lenk (Schirmitz). Sie sprechen dabei mit Anerkennung für das Engagement der Jugendlichen in den Feuerwehren. Dieses ist zweifelsohne gegeben, wie aus Gesprächen mit den Jugendlichen herauskommt.

Elena Danzl (15) von der Feuerwehr Irchenrieth findet die Jugendfeuerwehr toll und empfiehlt allen, mitzumachen. Spaß, Gemeinschaft sind für sie Faktoren. Allerdings wird für sie die Feuerwehrkarriere mit 18 Jahren enden, weil sie dann studiert. Die Karriere für Christian Meinke (15) von der Feuerwehr Schirmitz beginnt dagegen erst. Mit 18 will er in die aktive Wehr. "Helfen macht Spaß", ist sich Christian sicher. Angst vor einem ersten Einsatz hat er nicht. "Da habe ich noch drei Jahre Zeit."

Marcel Krcelji (17) von der Feuerwehr Pirk, der nächstes Jahr in den aktiven Dienst übertreten will. "Sicherlich habe ich Bammel vor einem ersten Einsatz." Vor allem, wenn es mehr sei, als ein läppischer Verkehrsunfall.

Alle begeistert

"Aber unser Kommandant ist so erfahren, dass er nicht gleich die Jungen an die Front schickt", sagt er. Unisono antworten die drei für alle 50 Jugendlichen bei der Frage, ob es etwas bei den Feuerwehren verbessert werden müsste. "Es ist top und gut, wenn es so bleibt."
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