Noch immer kein Vorsitzender

Lokales
Bechtsrieth
12.02.2015
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2014 hatte Albert Wittmann nach 15 Jahren das Amt des Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. An dieser Situation änderte sich auch in der diesjährigen Jahreshauptversammlung nichts.

Keiner wollte die Führungsposition übernehmen. Umso größer war der Respekt des Bürgermeisters und Notvorsitzenden Gerhard Scharl vor Wittmanns langjährigem Engagement, das er mit der Übergabe einer Urkunde würdigte.

Der Notvorsitzende erinnerte in seinem Resümee an Wegebaumaßnahmen. In Waldstraßen baute die Genossenschaft Frostschutzmaterial ein und übernahm die Kosten für das Material. Mit den Jagdpächtern besprach Scharl die Verlängerung des Vertrages. Großes Thema waren erneut die Schäden, verursacht durch Schwarzwild.

Die Verpächter beschlossen, einen Teil des Jagdpachtschillings für den Wegebau zurückzulegen, 2,50 Euro pro Hektar werden am 12. April ausbezahlt. An diesem Tag findet auch ein Gedenkgottesdienst für verstorbene Mitglieder statt. Diethart Bittner informierte die Jagdgenossen, dass er aus Altersgründen aus der Jägercrew ausscheide, aber als Mitgeher im Revier bleibe. Sein Nachfolger Helmut Brandl ging schon seit fünf Jahren mit auf die Jagd und stellte sich den Genossen vor. Er will sich mit Johann Krug auf neun Jahre als Jagdpächter verpflichten. Weil sich die Schäden, die Wildschweine im Revier anrichten, immer mehr finanziell auswirken, verließen die künftigen Pächter den Saal, um den Genossen die Gelegenheit zu geben, den neuen Vertrag zu besprechen.

Den Jagdkataster führt die Gemeinde einige Jahre selbst. Neu ist aber, dass sich die jagdbare Fläche auf 400 Hektar reduzierte. Die Novellierung der Wildschadenflächen musste deshalb nachjustiert werden. Aufgrund dieser Tatsachen wollen die Verpächter Schäden künftig nicht mehr fifty-fifty mit den Pächtern regeln, sondern 60 zu 40. Diesen Vorschlag nahmen Krug und Brandl an.

Jagdpächter Diethard Bittner unterstrich, dass man das Abschusssoll erfüllt hat. Er ärgerte sich über Spaziergänger, die in die Hände klatschen, wenn sie an einem besetzten Hochsitz vorbeigehen, um das Wild zu verscheuchen. "Wir haben einen gesetzlichen Auftrag, die Abschusszahlen zu erfüllen, sonst werden die Jäger bestraft und durch Berufsjäger ersetzt."
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