Notstand beim Frauenbund

Lokales
Bechtsrieth
22.10.2015
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Was sich im Vorfeld angedeutet hat, ist eingetreten. Der Frauenbund Bechtsrieth findet keine neue Vorstandschaft, nachdem das Führungsquartett nicht mehr kandidierte. Jetzt greift ein Notfallplan.

Das Führungsteam Anna Zitzmann, Rita Knorr, Rita Meierhöfer und Andrea Leicht hatte bereits im Vorfeld bekannt gemacht, dass sie für eine erneute Wahl nicht mehr zur Verfügung stehen (wir berichteten). Pfarrer Thomas Stohldreier hatte deswegen einen Brandbrief an alle Mitglieder geschrieben. Darin bat er, sich im Frauenbund zu engagieren und zur Mitgliederversammlung zu kommen. Der Aufruf fruchtete wenig, denn es kamen nur an die 25 Mitglieder ins Pfarrheim - jene die immer da sind.

"Ruck-Rede" des Pfarrers

Zitzmann berichtete als Sprecherin des Führungsteams von den Veranstaltungen und Unternehmungen. Sie nannte den Frauenfasching, Kochabend, die Muttertagsfahrt, die Maiandacht mit den Schirmitzer Frauen, das Erstellen des Blumenteppichs an Fronleichnam und die Errichtung des Erntedankaltars ebenso, wie das Binden von 105 Kräuterbüschen und den Adventskranzverkauf, für den die Frauen 53 Kränze gebunden hatten. In ihrem letzten Kassenbericht nach 26 Jahren berichtete Meierhöfer von 820 Euro die der Frauenbund gespendet habe.

"Es muss auch mal eine Zeit geben, wo man aufhören darf", sagte die Weidener Bezirksvorsitzende Margit Konze. Die stellvertretende Diözesanvorsitzende Birgit Kainz und Pfarrer Stohldreier versuchten die Versammlung zu animieren, Posten in der Vorstandschaft zu übernehmen. "Geben sie sich doch einen Ruck", bat der Geistliche. Doch alle Appelle verhallten, niemand zeigte sich bereit für eine Kandidatur. So mussten sich Pfarrer Stohldreier, Kainz und Konze sowie das schon entlastete Führungsteam zusammensetzen und einen Notfallplan ausarbeiten. Dieser sieht nun so aus, dass das bisherige Führungsteam kommissarisch im Amt bleibt. Im Januar wird man in einer Info-Veranstaltung allen Mitgliedern die Arbeit im Frauenbund näher vorstellen und danach in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung versuchen, die Führungskrise zu lösen.

"Findet sich hier eine Vorstandschaft, dann ist alles gut. Wenn nicht", führte Kainz aus, "dann gehen die Unterlagen des Frauenbundes zur Diözesanstelle nach Regensburg und der Verein ruht". Das gehe aber auch nur für eine gewisse Zeit. Verstreiche auch diese Phase, werde der Ortsverband aufgelöst.
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