Pfarrer sucht Frau

Lokales
Bechtsrieth
17.10.2015
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Weltgebetstag, Kräuterbüschl, Frauenfasching, Vorträge. Der Frauenbund in Bechtsrieth steht für Vieles. Doch das könnte sich jetzt auflösen. Die vier Vorsitzenden treten ab, Pfarrer Thomas Stohldreier sucht Nachfolgerinnen.

Wenn man alle Veranstaltungen und Aktivitäten des Frauenbundes während des Jahres aus dem kirchlichen und öffentlichen Leben von Bechtsrieth streichen würde, wäre das zweifellos ein großer Verlust für die Gemeinde. Dieses Szenario ist nicht ganz unwahrscheinlich.

Denn das vierköpfige Führungsteam steht bei der Jahreshauptversammlung am Dienstag, 20. Oktober, ab 19 Uhr im Pfarrheim für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Und Nachfolgerinnen sind nicht in Sicht. Anna Zitzmann, Rita Knorr, Rita Meierhöfer und Andrea Leicht hatten sich vor zwei Jahren nochmals in die Verantwortung wählen lassen - bei der einen oder anderen waren Überredungskünste nötig .

Von Leicht abgesehen, sind sie seit einem Vierteljahrhundert an der Spitze des Frauenbundes. Zitzmann ist seit 26 Jahren Schriftführerin sowie seit 8 Jahren im vierköpfigen Führungsteam. Diese Vierer-Lösung wurde damals gebildet, weil sich keine alleinige erste Vorsitzende gefunden hatte.

Frische Ideen gefragt

Knorr will sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Meierhöfer führt seit 26 Jahren die Kasse. Sie nennt berufliche und familiäre Gründe für ihren Rückzug. Leicht, die Jüngste im Team, will sich aus persönlichen Gründen anschließen. Es müsse einfach mal reichen, sagt Zitzmann. Alles sei etwas eingefahren. "Es sind immer die gleichen Angebote und Veranstaltungen." Neuen Schwung mit frischen Ideen erhofft sie sich von einem Wechsel.

Stohldreier appelliert

Es ist ernst, das weiß auch Pfarrer Thomas Stohldreier. In einem Brief wendet sich der Geistliche an jedes Mitglied, lädt persönlich zur Jahreshauptversammlung ein, da es um den Fortbestand des Frauenbundes geht. Zugleich muss er feststellen, dass ein Ersatz für die vier Vorsitzenden nicht in Sicht ist.

"Der Frauenbund ist eine wertvolle Gemeinschaft in der Pfarrgemeinde und es wäre jammerschade, wenn diese nicht fortbestehen würde." Die 60-jährige Tradition müsse weitergeführt werden. Mit dem Pfarrheim und einer guten finanziellen Basis seien ideale Voraussetzungen gegeben. Angekündigt zur Jahreshauptversammlung haben sich auch Birgit Kainz von der Diözese Regensburg und Bezirkschefin Margit Konze.
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