Sprudelnde Einsparung

So wie bei diese Rutsche soll auch in Trebsau eine Überdachung entstehen. Bild: hfz
Lokales
Bechtsrieth
03.09.2015
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Die Gemeinde nimmt die Wasserversorgung vom Netz. Die Bürger von Bechtsrieth und Trebsau bekommen mit dem Umstieg auf die Versorgung durch die Steinwaldgruppe billigeres und hochwertigeres Wasser.

Die Gemeinde bezog bisher Wasser von der Steinwaldgruppe und mischte es mit dem eigenen Wasser, um so die hohe Nitratbelastung des eigenen Wassers zu senken und die benötigte Wassermenge zu sichern. Für die eigene Versorgung läuft die wasserrechtliche Genehmigung zum Jahresende aus. Um sie weiter zu erhalten, wären Sanierungen (200 000 Euro) am Hochbehälter oder gar ein Neubau (400 000 Euro) sowie die Sicherung und Ausweitung des Schutzgebietes für 170 000 Euro nötig gewesen.

In der Sitzung im April fiel der Beschluss einstimmig zum Vollumstieg auf Steinwaldwasser. In der jüngsten Sitzung legte Bürgermeister Gerhard Scharl den Vertrag mit der Steinwaldgruppe vor, der eine Erhöhung der Bezugsmenge von 25 000 auf 50 000 Kubikmeter Wasser im Jahr beinhaltet. Scharl stellte klar, dass eine nachhaltige Nutzung der eigenen Wasserversorgung trotz der hohen Kosten nicht gegeben ist. Das Bereitstellungsentgeld an die Steinwaldgruppe beträgt 80 250 Euro. Dazu kommt noch, dass der Kubikmeter nur 85 Cent kostet, während der Preis beim Eigenwasser bei 1,12 Euro lag.

Zwei Jahre wird man das Wasser von der Steinwaldgruppe noch über den Hochbehälter leiten. Dann hat der Wasserversorger ein anderes Konzept und der Hochbehälter kann aufgelassen werden. Kosten für die zwei Jahre fallen keine an. Der Gemeinderat stimmte dem Vertrag einstimmig zu, wie auch dem mit der Muglhofer-Gruppe auf Einrichtung eines Notbetriebes. Dieser käme nur zum Tragen bei Störungen bei der Steinwaldgruppe oder bei einem großen Brand, informierte Bürgermeister Scharl.
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