Thema "Inkontinenz" lockt viele Zuhörer ins Pfarrheim - Urologin referiert
Flüssigkeit macht Blase stark

Lokales
Bechtsrieth
06.11.2014
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"Wasser nicht zu lange halten, nicht zusammenzwicken, viel trinken." Das sind nicht nur drei gut gemeinte, sondern echte fachliche Ratschläge, die Dr. Petra Baumer den 30 Zuhörern beim Frauenbund gab. Die Urologin aus Weiden referierte im Pfarrheim über "Inkontinenz und Blasenschwäche".

Rita Meierhöfer fühlte sich angesichts der Resonanz - auch ein Mann war zu den Damen gekommen - bestätigt, dieses Thema aus der Tabuzone an die Öffentlichkeit zu holen. Die Ärztin verdeutlichte, dass die Probleme nicht nur alte Menschen treffen. Junge Frauen seien durch eine Beckenbodenschwächung nach der Geburt eines Kindes sehr gefährdet.

Hier helfe meist eine gezielte und therapeutische Beckenbodengymnastik. Bei älteren Menschen sind die Symptome auf eine Gewebeschwäche im Bereich der Blase zurückzuführen. Im kleineren Stadium können hier Medikamente Abhilfe schaffen.

Bei erweiterten Beschwerden können auch operative Eingriffe Linderung bringen. Auch bei Männern kommt Blasenschwäche beispielsweise nach einer Prostataoperationen vor. Inkontinenz trete auch nach Schlaganfällen auf, wenn das Gehirn nicht mehr die richtigen Steuerungsfunktionen ausführt. "Im Alter können aber auch Demenz und Parkinson ursächlich sein", sagte Baumer.

"In der Blase befinden sich Bakterien. Wenn diese zu lange nicht hinausgespült werden, kann es zu Problemen kommen", berichtete Baumer. Darum sei es besser, viel zu trinken und bei Harndrang nicht zusammenzuzwicken, lautete der Rat der Urologin.
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