Es darf ein bisschen mehr sein
Gemeinde peilt Investitionen für 700 000 Euro an

Politik
Bechtsrieth
04.03.2016
44
0

Dorferneuerung, Baugebietserschließung, Straßenbau, das Wasserleitungssystem in Trebsau und Rückstellungen für ein neues Feuerwehrauto kennzeichnen den neuen Haushalt. Die Gemeinde investiert 702 354 Euro - ohne Kreditaufnahme. Die Schulen sinken sogar.

Der Gemeinderat verabschiedete den Etat einstimmig. Er umfasst im Verwaltungshaushalt 1 717 436 Euro, was ein Plus von 51 862 Euro bedeutet. Der Vermögenshaushalt beinhaltet 702 354 Euro, was ein Plus von 73 428 Euro im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Schulgeld aus Irchenrieth


Haupteinnahmequellen sind die Schulumlage von Irchenrieth für 36 Kinder mit 48 000 Euro. Für die Schülerbeförderung erhält die Gemeinde 14 000 Euro bei Ausgaben von 20 000 Euro. Die Kanalbenutzungsgebühren machen 93 000 Euro aus, der Wasserverbrauch 68 000 Euro. Die Grundsteuer erbrachte 75 700 Euro, die Gewerbesteuer 54 000 Euro. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer liegt bei 500 000 Euro, der Umsatzsteueranteil bei 39 000 Euro.

An Ausgaben schlagen 15 660 Euro für die Feuerwehr, 35 000 Euro für Gebäudeunterhalt, 20 000 Euro Schulumlage nach Pirk, 20 000 Euro für Straßenunterhalt und 16 000 Euro Straßenbeleuchtung besonders zu Buche. Bechtsrieth zahlt außerdem 357 123 Euro Kreisumlage. Der Kindergarten ist der Gemeinde 222 000 Euro wert. Sie bekommt aber 115 000 Euro Zuschuss. An Neuinvestitionen enthält der Vermögenshaushalt 6173 Euro für den Digitalfunk der Feuerwehr.

Für den Ankauf eines Feuerwehrautos werden zu den bisher zurückgestellten 100 000 Euro heuer weitere 50 000 Euro angefügt. In der Schule setzt man 5000 Euro an und für die Kinderspielplätze 3900 Euro. Für Dorferneuerungsmaßnahmen sind 210 000 Euro eingeplant. Hierfür werden 65 000 Euro Förderung erwartet. Für die Sanierung der Pirker Straße in Trebsau mit Wasser und Kanal sind 98 000 Euro und für die Brunnenstraße/Fasanenweg 47 000 Euro für Straße, Wasser und Kanal bereitgestellt und für den Ausbau Mühlweg und Regenüberlaufbecken in Trebsau 226 000 Euro. Für diese Maßnahmen erwartet man 300 000 Euro Verbesserungs- und Erschließungsbeiträge von den Bürgern. Für Hochwasserschutz stehen 98 000 Euro parat.

An Altschulden werden 48 506 Euro getilgt. Die Gemeinde hat dann noch 381 172 Euro Schulden, was pro Kopf 360 Euro entspricht. Bürgermeister Gerhard Scharl sprach von einem soliden Fundament, wenn man diese zukunftsweisenden Infrastrukturmaßnahmen und auch Rückstellungen für das Feuerwehrauto ohne Kredite bewerkstelligen kann.

Bauland weiter gesuchtDer Gemeinderat vergab die Aufträge für den Kanalbau mit Erschließung des Gebietes "Am Mühlweg". Billigste Bieterin war die Firma Seebauer aus Schwarzhofen mit 284 249 Euro. Es umfasst Wasser (37 000 Euro), Kanal (180 000 Euro) und Straße (66 335 Euro). Das höchste Gebot lag bei 342 891 Euro. Bürgermeister Scharl ist an einem weiteren Baugebiet dran. Ein Landwirt sei bereit, 20 000 Quadratmeter für 24 Bauparzellen abzugeben. Allerdings habe die Verwaltung ausgerechnet, dass man bei der Erschließung pro Quadratmeter 60 Euro ansetzen müsse. Nimmt man dann noch den Kaufpreis hinzu und die weiteren Kosten, käme der Bauplatz auf 100 Euro. "Dann wäre Bechtsrieth nicht mehr konkurrenzfähig", räumte Scharl ein. Er will weiter nach günstigen Flächen Ausschau halten. (fz)
Weitere Beiträge zu den Themen: Haushalt (127)Gerhard Scharl (7)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.