Tausendsassa Wulfänger
SPD macht als Reiseveranstalter Furore

Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (Dritter von links) und Vorsitzender Alfred Wulfänger (links) zeichneten Johann Ziegler (zweiter von links) sowie Oliver Wulfänger, Claudia Wulfänger und Stefan Fichtner (von rechts) aus. Bild: fz
Politik
Bechtsrieth
30.05.2016
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Der SPD-Ortsverein tut das, was von einer Partei erwartet wird: Er kümmert sich um kommunalpolitische Belange. Daneben macht er auch als Reiseveranstalter von sich reden.

Die Fahrten gehen vor allem auf das Konto von Vorsitzendem Alfred Wulfänger. Er war mit 53 Teilnehmern fünf Tage im Tessin und mit 40 vier Tage in der Steiermark. Heuer geht es 50 Personen nach Kroatien. Ein weiteres Ziel ist Wien. "Wir machen das schon seit Jahren und fahren nie ans gleiche Ziel." Ob Schweden, Italien oder England, Wulfänger grast als Reiseleiter ganz Europa ab.

Die Teilnehmer sind begeistert. Sie kommen zum geringsten Teil aus Bechtsrieth, sondern aus der ganzen Region. Sie hinterlassen auch ihre Telefonnummern, um für den nächsten Trip frühzeitig buchen zu können.

Kein Gewinnstreben


"Wir machen da keinen Cent Gewinn, und das wissen die Leute", sagte Wulfänger in der Jahreshauptversammlung in der Stodlkneipe "Im Kreuth". Das untermauerte der Kassenbericht von Norbert Hopperdietzel.

Wulfängers "Rote" sind aber auch in der Gemeinde ein gesellschaftlicher Faktor. Seit 20 Jahren organisieren sie den Faschingszug, der in den Kehraus der Feuerwehr übergeht. Dazu kommen das Ferienprogramm für Kinder, seit 19 Jahren ein Weinfest, Seniorenbesuche an Weihnachten und ein gutes Verhältnis zu anderen Parteien. Vorausblickend setzte sich Wulfänger das Ziel, einmal eine größere politische Veranstaltung mit den SPD-Ortsvereinen in der Umgebung aufzustellen und die Patenschaft für die SPD-Weiden-Ost zu übernehmen.

So viel Engagement nötigte Bundestagsabgeordnetem Uli Grötsch Respekt ab. Grötsch sprach auch die Diskussion um die Kanzlerkandidatur an, ohne Namen zu nennen. "Wir haben nach der Wahl das gehalten, was wir versprochen haben, aber es wird nicht registriert", bedauerte er. Als Beispiele nannte er Rente und Mindestlohn. "Sozialdemokratie darf nicht verwaschen sein, sie muss deutlich erkennbar sein", betonte der Waidhauser. Mit Wulfänger ehrte Grötsch für 15 Jahre in der SPD Claudia Wulfänger, Oliver Wulfänger und Stefan Fichtner sowie für 30 Jahre Johann Ziegler.
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