Diözesanverband nimmt Stellung zum Aus für Frauenbund Bechtsrieth
Kein allzu leiser Abschied

Vermischtes
Bechtsrieth
17.11.2016
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Der Frauenbund in Bechtsrieth hat Probleme wie viele andere Vereine auch: Es findet sich keine neue Führung. Deshalb löst sich Gemeinschaft zum Jahreswechsel auf. Jetzt stellt der Diözesanverband klar: Die Initiative dazu ging nicht von ihm aus.

Vier Jahre nach der großen Feier zum 60-jährigen Bestehen traf sich der Frauenbund am Mittwochabend letztmals in großer Runde: Etwa die Hälfte der rund 80 Mitglieder nahmen an einem Abschiedsessen teil, bei dem die Vereinskasse geleert werden sollte. Denn die Frauen wollten verhindern, dass das restliche Vereinsvermögen - ohnehin ausgedünnt durch Spenden - an den Diözesanverband fällt. Dieser tritt derweil dem Eindruck entgegen, er hätte das Aus des Ortsverbands betrieben.

Ein NT-Artikel, der am 10. November erschien, ließ offenbar die Wogen in Regensburg hochschlagen. Dass "der Diözesanverband den Frauenbund auflösen" wolle, wie es im Bericht hieß, will stellvertretende KDFB-Diözesanvorsitzende Birgit Kainz so nicht stehenlassen. "Bei der Mitgliederversammlung am 12. Juli 2016 beschlossen die anwesenden Mitglieder (neun Frauen), den Zweigverein Bechtsrieth aufzulösen, da keine Vorstandschaft gefunden werden konnte und die Fusion mit einem Nachbarverein für die Mitglieder auch nicht in Frage kam", erklärt Kainz in einem Schreiben an die Redaktion.

Darauf hin habe der Verband alle Mitglieder angeschrieben und gefragt, ob sie mit der Auflösung einverstanden sind. Die Resonanz war wohl eindeutig. Denn, so die stellvertretende Verbandschefin: "Richtig ist, dass zum 31. 12. 2016 nun der Frauenbundzweigverein Bechtsrieth aufgelöst wird." Alle relevanten Unterlagen gingen an den Diözesanverband, ebenso das "eventuelle restliche Vermögen". Dieses falle ihm allerdings nicht auf Dauer zu. Das habe sie auch ausführlich in der Mitgliederversammlung am 12. Juli erklärt, merkt Birgit Kainz an.

Konto geleert


Stattdessen "wird das Vermögen drei Jahre lang auf einem Zwischenkonto ,geparkt'. Sollte sich innerhalb dieser drei Jahre eine neue Vorstandschaft finden, wird das Geld wieder zurücküberwiesen. Kann der Frauenbund nicht ,wiederbelebt' werden, so kommt das Geld dem Solidaritätsfonds des KDFB-Diözesanverbandes ,Frauen helfen Frauen in Not' zugute." Tatsächlich ist das eher unwahrscheinlich: Sollten nach dem Abschiedsessen wirklich noch ein paar Euro übrig sein, wollen die Bechtsriether Frauen sie in den Christbaumschmuck in der Kirche investieren. Und das Essen sei man den Mitgliedern schuldig, meint Vorstandsmitglied Rita Meierhöfer: "Wir hatten heuer ja keine anderen Aktivitäten."

Zwar gibt Birgit Kainz die Hoffnung nicht auf: "Vielleicht packen doch wieder ein paar engagierte Frauen mit an und gründen den Zweigverein Bechtsrieth neu." Allerdings müssten sie bei null anfangen - was dann auch für den Kassenstand gelten würde.
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