Diözese mischt sich ein
Aus für Frauenbund

Anna Zitzmann, Rita Meierhöfer und Rita Knorr (von rechts) leiteten viele Jahre den Frauenbund, traten zur Wahl jedoch nicht mehr an. Eine neue Führung fand sich nicht. Bild: fz
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Bechtsrieth
10.11.2016
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Der Frauenbund in Bechtsrieth hat auch nach längerer Suche keine neue Vorsitzende gefunden. Die Diözese schlägt sein Ende vor. Doch die Frauen wollen verhindern, dass die Kirche alles erhält.

(fz) Da der Verein seit der Jahreshauptversammlung vor etwa einem Jahr keine neue Leitung gefunden hat, will der Diözesanverband den Frauenbund auflösen. Dies teilte er den Mitgliedern in einem Schreiben mit. Darin heißt es, dass die Gespräche gezeigt hätten, dass auch in nächster Zeit keine Vorstandschaft gebildet werden könne.

Deshalb sei jedes Mitglied gebeten, der Auflösung des Frauenbundes Bechtsrieth bis zum 30. November zuzustimmen. Dem Schreiben lag eine entsprechende Erklärung bei, in der die Frauen der Auflösung zustimmen können und angeben müssen, ob sie ihren Austritt erklären, sich einem anderen Zweigverein (in dem Fall Schirmitz) anschließen oder ob sie Einzelmitglied beim Verband ohne Verein bleiben wollen. Klar gestellt wird auch, dass das vorhandene Vereinsvermögen dem Diözesanverband zufällt. Dazu werde es aber nicht kommen, stellt Rita Meierhöfer klar, die bis heute die Finanzen verwaltet. Im Sommer hatte der Frauenbund bereits für den neuen Kirchplatz eine Bank gespendet. Meierhöfer hatte von den Mitgliedern auch die Jahresbeiträge für 2016 kassiert und den Beitragsanteil nach Regensburg abgeführt. "Das soll's aber dann auch gewesen sein", sagt sie. "Den Rest in der Kasse sieht Regensburg nicht."

Vereinskasse leeren


Nur vier Jahre nach der großen Feier zum 60-jährigen Bestehen droht nun das Aus des Frauenbunds. Dieses deutete sich bereits vor einem Jahr in der Jahreshauptversammlung an. Anna Zitzmann, Rita Knorr, Rita Meierhöfer und Andrea Leicht hatten den Frauenbund mit über 60 Mitgliedern geführt.

Bisher glänzte der Frauenbund mit vielen Aktionen im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben. Die vier Frauen an der Spitze stellten sich jedoch nicht mehr zur Wahl und es fand sich niemand, der die Aufgabe übernehmen wollte.

Im Januar dieses Jahres setzte die Frauenbundführung der Diözese eine weitere Veranstaltung an. Birgit Kainz versuchte, die Frauen für den Frauenbund zu begeistern. Allerdings waren keine jungen gekommen, auf die man hoffte. Gespräche über Vorschläge zur Lösung verliefen im Sand.

Am Mittwoch, 16. November sind die Mitglieder zu einem Abschiedsessen eingeladen, damit die Vereinskasse geleert wird. Sollte danach ein Rest übrig bleiben, so wollen die Frauen diesen für den Christbaumschmuck in der Kirche spenden. Dann ist der Frauenbund Bechtsrieth Geschichte. Ebenso Geschichte ist für Margarete Schieder die Ehrenmitgliedschaft. Sie hatte vor 64 Jahren den Frauenbund mit anderen gegründet und war Ehrenmitglied. Wie auf Nachfrage bei der Diözese zu erfahren war, erlösche diese Ehrenmitgliedschaft beim Ende des Vereins.
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