Berching: Minister will Landwirte bei TTIP unterstützen
Prächtige Rösser und ein Versprechen

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Berching
05.02.2015
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Bei eisiger Kälte sind am Mittwoch mehr als 120 prachtvoll geschmückte Pferde beim Berchinger Rossmarkt aufgetrieben worden. "Knackige Minustemperaturen und reichlich Schnee sind genau das, was wir uns für das größte Wintervolksfest in Bayern wünschen", sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich (CSU) zu Beginn der Traditionsveranstaltung. Viele der 60 Pferdehalter kommen seit Jahrzehnten, um ihre Rösser zu präsentieren. Bei minus elf Grad und Sonnenschein strömten heuer 20 000 Besucher in die Altstadt.

Zugpferd Christian Schmidt

Als Zugpferd für die politische Kundgebung reiste Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) an. Er versprach den Landwirten seine Unterstützung bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP. "Ich will ein Abkommen, das sicherstellt, dass unsere Produkte qualitativ nicht unter Druck kommen", betonte der Minister. Trotz aller berechtigter Sorgen sei aber die "Beseitigung der Handelshemmnisse für unsere Produkte eine Riesenchance". Schmidt appellierte an die Verbraucher, nicht nur die billigsten Produkte zu kaufen. "Die Erzeuger müssen auch davon leben können." Zudem dürften der ökologische und konventionelle Anbau nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Die Hauptattraktion waren aber auch in diesem Jahr die Pferde. Markus Weismann aus Breitenbrunn (Kreis Neumarkt) war schon um 3.30 Uhr auf den Beinen, um seine Kaltbluthengste für die Pferdeschau herzurichten. "Wir kommen seit drei Generationen zum Berchinger Rossmarkt. Das ist das Winterhighlight für unsere Pferde", sagte der 30-Jährige, der im Vorjahr den 1. Preis für das schönste Gespann bekommen hatte.

Der Rossmarkt ist das größte eintägige Wintervolksfest in Bayern. Jedes Jahr kommen Tausende, um den Auftrieb von prachtvoll geschmückten Pferden und Gespannen zu bestaunen. Schausteller und Händler bieten dabei ihre Dienstleistungen an - von Haushaltswaren bis zur Rosswurst. Die Veranstaltung geht auf eine alte Gesundheits-Vorschrift von 1722 zurück. Von 1926 an fand dann ein Pferde- und Fohlenmarkt statt. Heute werden keine Tiere mehr verkauft.
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