Bayerische Bezirke fordern Kostenübernahme bei unbegleiteten Flüchtlingen
Rufe nach Hilfen

Politik
Berching
25.02.2016
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Berching/Stettin. (dpa/paa) Die sieben Regierungsbezirke in Bayern fordern eine Übernahme der Kosten auch für unbegleitete Flüchtlinge über 18 Jahre. Etwa 3000 Migranten dieser Altersgruppe (18 bis 23 Jahre) seien - wie auch minderjährige unbegleitete Flüchtlinge - in Jugendhilfeeinrichtungen untergebracht. "Die Kosten von derzeit 100 Millionen Euro pro Jahr muss der Freistaat übernehmen, weil es eine gesamtstaatliche Aufgabe ist, diese Menschen zu betreuen und keine kommunale", sagte der Präsident des Bayerischen Bezirketags, Josef Mederer (CSU) am Mittwoch. Insgesamt gibt es im Freistaat rund 15 500 unbegleitetet Flüchtlinge, sagte der Sprecher des Bezirketages unserer Zeitung. In der Oberpfalz waren es Ende Januar rund 1000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, teilte der Regierung der Oberpfalz mit. Der Hauptausschuss des Bayerischen Bezirketags tagt an diesem Donnerstag in Berching (Kreis Neumarkt). Der Deutsche Städtetag forderte in Schwerin vom Bund die volle Übernahme der Kosten der Unterkunft für anerkannte Flüchtlinge, die von Hartz IV leben. Bisher trägt der Bund rund ein Drittel. "Der Städtetag rechnet in diesem Bereich 2016 mit bis zu 1,5 Milliarden Euro zusätzlichen Ausgaben der Kommunen", sagte die Präsidentin, die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse.

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