Oberpfälzer Adventsabend der Birgländer
Musik und Mundart

Die Birgländer Flötengruppe mit Christina Maul an der Querflöte zeigte ihr hohes musikalisches Können.
Kultur
Birgland
23.12.2015
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Einen weihnachtlichen Ohrenschmaus bekamen beim Oberpfälzer Adventsabend des Heimatvereins Birgland und der evangelischen Kirchengemeinde die vielen Besucher serviert. Die Christuskirche in Schwend strahlte in musikalischem Glanz.

Schwend. Das Wunder der Heiligen Nacht, dargeboten in heimischer Mundart und garniert mit Posaunenchor, Flötenmusik, Stubenmusik und Gesang, versetzte die orientalische Geschichte in die raue Oberpfalz. Nach dem Eröffnungsstück des Schwender Posaunenchors begrüßte Pfarrer Andreas Utzat die Kirchenbesucher und mitwirkenden Gruppen. "Lassen wir uns Einstimmen auf die Geschehnisse im Morgenland und verweilen wir in der biblischen Geschichte vor über zweitausend Jahren."

Alle überlieferten Ereignisse der Heiligen Nacht von Bethlehem wur- den anschließend von den Mundartsprechern im weihnachtlich geschmückten Altarraum nachempfunden. Mit dem Querflötenstück "Faustus" von Christina Maul, dem "Sachranger Menuet" der Birgländer Stubenmusik sowie dem "Heidschi- Bumbeidschi" der Birgländer Flötenmusik und "Mir singma im Advent" der Birgländer Sängerinnen ging es weiter. Die Birgländer Lesegruppe trug den von Hanns Binder verfassten Oberpfälzer Mundarttext "D'Herbergssouch" vor.

Passende Begleitung


Irmgard Gebhardt verstand es als Sprecherin bestens, zusammen mit den Darstellern Maria (Irene Kraus), Josef (Werner Luber), Vetter (Hans Pirner), Kramer und Seppl (Edi Bär), Girgl und Michl (Peter Grünthaler), Nachtwächta und König (Manfred Grädler), alle Mundarttexte der Oberpfälzer Wirklichkeit anzupassen. Die Sängerinnen und Flötenmusik unterstützen mit dem "O lieber Hauswirt mein" und dem "Kommet ihr Hirten" diesen Teil der Handlung.

Die Musikgruppen untermalten die Geschichte stimmungsvoll und jeweils sehr passend. Nach dem Kapitel "Bei die Höita und im Stoll" verdeutlichten die Stubenmusik, die Flötenmusik mit "Tochter Zion" und die Sängerinnen mit "Es wird schou glei dumpa" die Ankunft des Heilands in der Krippe. Als die Geschich- te bei "Die Stille Nacht" angelangte, erzählten Maria und Josef vom Geschehen der wundersamen Nacht.

Mit "Denks dra, wos d'Engl hom vakündt: Friedn allen, döi goutn Willens sind" beendete die Sprecherin dies eindrucksvolle Dialektlesung.

Pfarrer Andreas Utzat dankte in seinen Schlussworten und dem kirchlichen Segen allen Akteuren für diese nicht alltägliche Aufführung in Oberpfälzer Mundart.

Langer Applaus


Langanhaltender Beifall der Kirchengemeinde war der Lohn für alle Mitwirkenden für den stimmungsvollen Adventsabend. Mit dem gemeinsamen Lied "Macht hoch die Tür" und einen Choral des Posaunenchors klang der Abend in der Schwender Christuskirche aus.
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