Jetzt sind die Räte am Zug

Lokales
Birgland
28.02.2015
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Kinder und Jugendliche sind die Zukunft. Deshalb ist die Befragung von Jugendlichen im Birgland lobenswert. Doch jetzt kommt es drauf an, dass sich der Gemeinderat für die Realisierung der geäußerten Wünsche einsetzt.

Die Bestandsaufnahme ergab, dass sich die Wünsche der Landbevölkerung von denen der Altersgenossen in der Stadt nicht sonderlich abheben. Dies wurde beim Vortrag des Jugendbeauftragten Lukas Stollner bei der Gemeinderatssitzung im Gasthaus Halk deutlich. Bürgermeisterin Brigitte Bachmann und die Räte betonten, dass dies nur ein erster Schritt sei, dem weitere folgen würden.

In zwei Vereinen

Im Sportverein und bei der Feuerwehr sind die befragten Jugendlichen am meisten organisiert, erläuterte Stollner. Danach folgen Mitgliedschaften im Schützenverein, beim Musikverein/Posaunenchor, der THW-Gruppe, einer kirchlichen Gruppe, einer Naturschutzorganisation oder einer örtlichen Jugendgruppe. Im Durchschnitt wirken die Jugendlichen in zwei Vereinen mit.

Bei der Freizeitgestaltung stehe das Treffen mit Freunden, Musik hören, Sport im Verein treiben, Fernsehen, Lernen, Videospiele, Haustiere, Sport nicht im Verein und Computer an der Spitze. Aber auch zu Hause mithelfen, ist bei den Jugendlichen gefragt.

Zu den Bereichen Jugendzentrum, schnelleres Internet, Spielplatz in Schwend und Indoorspielplatz, Verbesserung der Busverbindung von Sulzbach-Rosenberg ins Birgland äußerten die Jugendlichen ihre Wünsche. Dies galt auch für eine zweite Bushaltestelle und eine Vergrößerung der vorhandenen in Schwend, das Schwimmbad, einen Kletterpark, ein Cafè, einen Fahrradweg zwischen Schwenderöd und Schwend, eine Tankstelle für E-Autos und ein Musik-Festival, informierte Stollner.

Geänderte Tarife

Der Entscheidung zur Änderung der Satzung für die Kanalgebühren ging als Einführung eine Präsentation durch Kämmerer Heinz Aust voraus. Nach einer Diskussion legte das Gremium die geänderten Tarife fest. Danach beträgt die Grundgebühr bei der Verwendung von Wasserzählern mit einem Nenndurchfluss bis zehn Kubikmeter 60 und darüber 72 Euro pro Jahr. Gemäß der alle drei Jahre vorzunehmenden Beitragsanpassung wurde die Einleitungsgebühr von 2,70 Euro pro Kubikmeter Abwasser auf 2,95 Euro angehoben. Besonders schlugen dabei die Kosten für die Reinigung des Klärteiches in Fürnried 2013 zu Buche, erläuterte Aust. Um künftig eine derart hohe Kostenrechnung zu verhindern, sollte die nächste Entsorgung bereits in zehn Jahren erfolgen.

Den Tekturantrag von Werner Heinl (Frechetsfeld) für einen Güllekeller und den Bauantrag von Alois Färber (Fürnried) für ein neues Hackschnitzellager mit Bunker und Heizung segnete das Gremium einstimmig ab. Ebenfalls ohne Gegenstimmen wurde der Landschaftspflegeverband mit der Sanierung des Hüllweihers in Lichtenegg beauftragt. Positiv beschieden die Räte die Erweiterung der Straßenbeleuchtung um eine Schalteinheit in Buchhof durch das Bayernwerk. Grundlage für die angenommenen Anträge auf Urnenbeisetzung sowie Ausweisung eines Urnensammelgrabes für anonyme Bestattungen war die Satzung des Friedhofs in Poppberg. Die turnusmäßige Überarbeitung der Gebührensatzung für die gemeindeeigenen Friedhöfe vertagte der Gemeinderat.
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