Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachman spricht mit Europa-Abgeordnetem Ismail Ertug
Bürokratische Hürden auf dem Weg zur Integration

Juso-Kreisvorsitzender Lukas Stollner (links) hatte den Europa-Abgeordneten Ismail Ertug in die Gemeinde Birgland eingeladen. Bürgermeisterin Brigitte Bachmann zeigte ihm das neue Rathaus in Schwend. Bild: hfz
Politik
Birgland
14.04.2016
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Schwend. Der Europaparlamentarier Ismail Ertug, gebürtig aus Amberg, besuchte dieser Tage die Gemeinde Birgland. Eingeladen hatte ihn der Juso-Kreisvorsitzende Lukas Stollner.

Bürgermeisterin Brigitte Bachmann erwartete den Gast im neuen Rathaus der Gemeinde Birgland, das im ehemaligen Raiffeisenbankgebäude entstanden ist. Sie schilderte Ertug auf einem Rundgang die Bemühungen, das Gebäude mit Leben zu füllen. Ein barrierefreier Zugang und eine energetische Grundsanierung wären dringend erforderlich. Ziel sei es, mit Hilfe der Vereine einen lebendigen Ortskern zu schaffen. Als vordringlich sah Bachmann auch die lange aufgeschobene Sanierung des Kindergartens in Schwend an.

Zu wenig Dolmetscher


Auf die Frage Ertugs nach dem Stand der Integration der Asylbewerber vor Ort schilderte Bachmann die Probleme für eine kleine Verwaltung, mit den sehr bürokratischen Verfahren umzugehen. Außerdem fehle es an Dolmetschern.

Mängel im öffentlichen Personennahverkehr machten nicht nur Schulkindern zu schaffen, sondern erschwerten auch die Arbeitsvermittlung von Migranten. Ihre Unterbringung in ländlichen Regionen sahen jedoch alle Beteiligten des Gesprächs insgesamt als förderlich für die Integration an. Sie gelinge gerade in intakten Dorfgemeinschaften, wo es ehrenamtliche Helfer gebe.

Vorreiter der E-Mobilität


Der Europa-Abgeordnete erwähnte, dass er die Firma Elektrotechnik Barth aus Schwend in seinem Fachgebiet im Verkehrsausschuss in Brüssel als einen Vorreiter der E-Mobilität nenne. Die Bürgermeisterin sagte dazu, dass sich die Gemeinde Birgland im vergangenen Jahr entschlossen habe, zwei E-Ladesäulen anzuschaffen. Die erste davon in Schwend an der Birglandhalle ging bereits in Betrieb.

Weitere Themen waren das immer noch lückenhafte Handynetz, der zweite Breitband-Ausbauschritt, fehlende Mietwohnungen und die Notwendigkeit eines neuen Baugebiets. Ein Rundgang durch Schwend mit Stationen an der Oldtimergarage "Maulwerk" und der Birglandhalle schloss an. Zum Abschied überreichte Brigitte Bachmann an Ertug eine Ausgabe des Eisengaus mit Geschichten und Sagen über das Birgland sowie eine Wanderkarte der Gemeinde. "Erholungssuchende schätzen die gute Gastronomie und abwechslungsreiche Landschaft im Birgland", betonte sie.
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