Gemeinderatssitzung Birgland
Nach Dringlichkeit abarbeiten

Politik
Birgland
22.04.2016
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Mit drei Dimensionen beschäftigte sich der Gemeinderat des Birglands: Über der Erde mit der Fahrbahnbeleuchtung, ebenerdig mit Straßenerneuerung und unterirdisch mit der Kanalsanierung. Alles kostspielige Dauerbrenner. Schrittweise will man diese Aufgaben je nach Dringlichkeit anpacken.

Poppberg. Die moderne Kommunikation hält schon länger Einzug, auch in die Sitzungen. So war im Gasthof Högner eine Leinwand aufgebaut, um Markus Windisch von der Bayernwerk AG die Informationen über das System des LED-Verfahrens bei der Straßenbeleuchtung in Bild und Text zu ermöglichen. Bürgermeisterin Brigitte Bachmann hatte ihn eingeladen, da das Netz teilweise überaltert ist. Mit technischen Daten und Berechnungen machte der Fachmann dem Gremium die Umstellung schmackhaft. Die Vorteile liegen auf der Hand: Erhebliche Stromeinsparung bis zu 70 Prozent bei besserer Ausleuchtung der Straßen und lange Lebensdauer. Die Verwendung der vorhandenen Masten ist ein weiterer Pluspunkt. Das Bayernwerk hat in einigen Ortsteilen 56 Brennstellen untersucht und dafür ein passendes Konzept ausgearbeitet.

"Köpfe" austauschen


Der Austausch mit neuen "Köpfen", dem lichtspendenden Aufsatz, kommt auf 22 500 Euro, mit Rabatt und dem staatlichen Zuschuss deutlich weniger. Die Investition rentiert sich durch den geringeren Stromverbrauch in etwa sieben bis acht Jahren. Dazu wird noch ein Wartungsvertrag angeboten. Der Gemeinderat wird nach Klärung der Fördermittel später über die Modernisierung entscheiden.

Im weitläufigen Straßennetz gibt es einige Ansatzpunkte. Zur Zufahrt von der Staatsstraße nach Oedhaag, bereits 2015 im Visier, kam jetzt der marode Zustand von Betzenberg über Leinhof nach Schwenderöd. Um mögliche Förderungen auszuschöpfen, sind Bodenuntersuchungen nötig. Auch sollte die Reihenfolge nach Dringlichkeit geprüft werden. Reinhard Franz möchte das Vorgehen Stück für Stück, Erhard Nitzbon brachte die Verkehrsdichte ins Gespräch. Als nächsten Schritt war man mit dem Angebot der Untersuchungen zum Preis von 7180 Euro einverstanden.

In den Untergrund ging es mit Claudia Scharnagl, Inhaberin der Seuss-Ingenieure GmbH Amberg. Das Büro hatte den Auftrag bekommen, 600 Meter des Schwender Kanalnetzes auf Lecks und Schäden zu untersuchen. Die gezeigten Fotos von fehlerhaften Hausanschlüssen, Rissen und Löchern zeigten Einzelschäden, die man beseitigen müsse. Die Kosten dafür werden auf 30 000 Euro geschätzt. Zudem wird empfohlen, Kanal und Schächte zur Erleichterung späterer Überwachung digital zu erfassen und sich weitere Abschnitte vorzunehmen. Nitzbon möchte zunächst diese Sanierung abwarten, bevor man weitermacht. Die Diskussion drehte sich um diesen Punkt; letztlich beschloss man den Auftrag im jetzigen Umfang und die Überprüfung der restlichen Kanäle mit der Kamera.

Ein Bauantrag darf in keiner Sitzung fehlen. Diesmal wurde die Erweiterung des Wohnhauses von Christian Krämer in Schwend behandelt und das gemeindliche Einvernehmen erteilt. In Riedelhof wird eine weitere Straßenlampe für 3200 Euro aufgestellt. Die Elektronikversicherung für die Solarleuchte in Kutschendorf hält man nicht für notwendig. Die Abscheideanlage im Feuerwehrhaus Schwend weist einige Schäden auf; hier bleibt nur eine Sanierung mit Kosten von rund 3700 Euro übrig.

Drei Meter breit


Zum wiederholten Mal wurde über den Radweg bei der Staatsstraße nach Lauterhofen debattiert. Das Straßenbauamt finanziert nur 2,50 Meter Breite, während die Mehrheit im Rat der Meinung war, wegen land- und forstwirtschaftlicher Mitbenutzung auf drei Meter zu erweitern. Dies wurde so beschlossen. Jugendbeauftragter Lukas Stollner informierte über die Planung des Landkreises. Dazu sollen sich die Vertreter in den Vereinen an der Umfrage beteiligen, um Anregungen und Wünsche zu äußern.
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