SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher zu Gast in der Gemeinde Birgland
Langer Weg an die Fördertöpfe

Ihr Gespräch verbanden (von links) Gemeinderat Lukas Stollner, Bürgermeisterin Brigitte Bachmann, Landtags-Fraktionschef Markus Rinderspacher und der Abgeordnete Reinhold Strobl mit einem Kartenstudium. Bild: fm
Politik
Birgland
19.08.2016
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"Welch ein Glück, in einer so schönen Landschaft Bürgermeisterin zu sein" - das Lob von Markus Rinderspacher ging der Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann runter wie Öl. Doch der Chef der SPD-Fraktion im Landtag wollte bei seinem Besuch nicht nur Blumen verteilen.

Schwend. Bei der Stippvisite des Landespolitikers, der zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl ins Birgland kam, ging es sowohl um Vorzüge als auch Probleme einer ländlichen Kommune mit dünner Besiedelung. Die Bürgermeisterin stellte im Rathaus alle Facetten ihrer Grenzgemeinde zu den Nachbarkreisen Neumarkt und Nürnberger Land vor.

Schwend verfüge mit der Birglandhalle über ein kulturelles Plus. Der Ort bilde auch den gewerblichen Schwerpunkt mit einer günstigen Lage an der Autobahnausfahrt. Der Gemeindebereich um Fürnried habe sich mehr auf den Tourismus eingestellt. Die Infrastruktur werde ständig verbessert. Erst jüngst wurde die Breitbandversorgung zum Großteil abgeschlossen.

Anhand dieser Informationen stufte Markus Rinderspacher das Birgland als Aushängeschild für die Region ein. Zudem gefiel ihm "die weibliche Note in Politik und Verwaltung mit mehr sozialem Anstrich". Als Beispiel zog er die Bemühungen um das Johann-Flierl-Museum heran. Der berühmte Sohn des Birglands habe sich durch seine missionarische Sendung nach Papua-Neuguinea zum christlichen Leuchtturm bis in die heutige Zeit entwickelt. Die nicht gerade leichte Breitband-Erschließung der 42 Orte des Birglands werde zukunftsweisend bewältigt.

Der Fraktionssprecher merkte beim Schwenk in die Landespolitik an, dass die Aufwertung des ländlichen Raums nach wie vor nötig sei. Er plädiere für größere finanzielle Spielräume der Kommunen. Sie könnten Investitionen vor Ort besser erledigen als die zentrale Verwaltung in den Ministerien. Es gebe etwa 400 staatliche Fördertöpfe, aber oft sei es schwierig und langwierig, diese anzuzapfen.
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