Förderverein der Ruine Lichtenegg feiert Sommerfest
Ritterspiele auf dem Burgberg

Dank ihrer Höhenlage bietet die Burgruine Lichtenegg einen prächtigen Blick über die Hügel der Oberpfalz und Mittelfrankens. Die Kinder, die ihr Stockbrot übers Feuer hielten, hatten dafür allerdings keine Augen. Bilder: fm (2)
Vermischtes
Birgland
10.08.2016
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Damit ein sommerliches Fest zum Erfolg wird, braucht es vor allem schönes Wetter. Kommt dann noch ein außergewöhnlicher Schauplatz dazu, stellen sich bei Veranstaltern und Gästen schnell Hochgefühle ein. Fast 600 Meter über dem Meeresspiegel ist das auch kein Wunder.

Lichtenegg. Unmittelbar unter und neben den Mauerresten der restaurierten Ruine, auf einer Terrasse des Bergkegels, war alles für das Burgfest des Fördervereins vorbereitet. Ein kleines Zelt, viele Biertischgarnituren, Getränkewagen sowie Spiele und Bastelangebote nach Art der alten Rittersleut'.

Jung und Alt nahmen den Aufstieg auf sich, um dabei zu sein. Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann als "Burgherrin" und ihr Vorgänger, Altbürgermeister Herbert Steinmetz, gehörten zu den Gästen. Blickfang war das offene Feuer, über dem ein großer Kessel mit dem "Rittersüpplein" angebracht war. Die gut gewürzte Mischung aus Fleisch und Gemüse ging als Spezialität der Köche Klaus Söhnlein und Wolfgang Walz weg wie die warmen Semmeln.

Daneben hatte das Damenteam im Zelt reichlich zu tun, um Nachschub an kernigen Brotzeiten heranzuschaffen. Das Brot war zuvor im Steinbackofen des Loos-Anwesens gebacken worden; belegt mit Obatztem, Schnittlauch, Griebenschmalz oder Käse fand es viele Liebhaber. Ebenso riss der Andrang an der Freiluftschänke nicht ab.

Für die jungen Besuche gab es allerlei Zeitvertreib. Das Ritterstechen mit einer Lanze gegen das Schild, das Ballwerfen ins Drachenmaul, die Halskrause oder das Stockbrotbacken. Der Basteltisch war mit allerhand Utensilien gedeckt, aus dem die Kinder einen maritimen Zimmerschmuck zusammenstellten. Auf Tafeln mit blauem Untergrund fanden sich dann Muscheln, Steine und Meerestiere. Stolz nahm jeder Bastler sein Werk mit nach Hause. Das Graben im Sandkasten förderte zwar kein Gold oder ähnlich Wertvolles zutage, aber die Schatzsucher freuten sich auch über die Süßigkeiten.

Zu all der Unterhaltung und den Spielen gab es gratis einen herrlichen Rundblick über das oberpfälzische und fränkische Hügelland. Den besten Platz, ihn zu genießen, bot der Panoramatisch auf dem Gipfel. Als nach einem farbenfrohen Sonnenuntergang die Dämmerung einsetzte, schufen Fackeln an der Steinwand eine märchenhafte Beleuchtung.
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