Gemeinde Birgland möchte ihr Rathaus-Projekt ins Kommunal-Investitionsprogramm hieven
Bus zu 90 Prozent Förderung locken

Vermischtes
Birgland
03.02.2016
34
0

Schwend. KIP heißt das Zauberkürzel für Gemeinden, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Für energetische Sanierungen und Barrierefreiheit an öffentlichen Einrichtungen verheißt das Kommunal-Investitionsprogramm Fördermittel - aber nur bis zum 15. Februar. Deshalb war es höchste Zeit für den Birgländer Gemeinderat, sich über seine Vorhaben klar zu werden.

Mehrfachnutzung geplant


Der Punkt "Konzept Rathaus" lockte zahlreiche Bürger ins Jägerheim. Bürgermeisterin Brigitte Bachmann erläuterte, dass die Gemeinde das Raiffeisengebäude, das sie gekauft hat, für eine Mehrfachnutzung um- und ausbauen wolle. Eigentlich sollte das langsam vorangehen, aber jetzt biete das Kommunal-Investitionsprogramm die Chance, bis zu 90 Prozent der Kosten vom Staat zu bekommen. Vorgespräche ergaben die Perspektive, dass das Birgland hier dabei sein könnte.

Architekt Martin Kunert stellte seine Pläne vor. Sie beinhalten Bürgermeisterbüro und Amtsraum sowie mögliche Räume für Vereine, Gruppen oder Kirche. Energetische Dämmung, neue Heizung, PV-Anlage auf dem Dach, barrierefreier Zugang - all dies wäre bei der Förderung dabei. Das ehemalige Lagerhaus könnte Gymnastik- und Mehrzweckräume aufnehmen. Das Vorplatz wäre für Kirwa- und Marktzwecke, einem Infopunkt, Klettergerüst oder anderes nutzbar.

Mehr als 700 000 Euro


Die geschätzten Kosten würden 700 000 Euro übersteigen. Diese Informationen lösten eine rege Diskussion quer durch den Gemeinderat aus. Einige äußerten sich skeptisch wegen der künftigen Nutzungen; etlichen war der Brocken einfach zu groß. Die Bürgermeisterin beschwichtigte, dass der Entwurf viele Wünsche erfülle, aber nicht verbindlich sei. Man wisse nicht, wie die Regierung darüber entscheide. Erst wenn im Lauf des Jahres das Ergebnis vorliegt, entscheidet der Rat, ob eine Verwirklichung möglich ist.

Die Chancen wahren


Jetzt gehe es darum, die Chance zu wahren, überhaupt ins Förderprogramm zu kommen. Gleiches gelte übrigens für die Vergrößerung des Schwender Kindergartens um eine Hortgruppe. Die Regierung wäre hier mit einem Anbau für fünf Krippenplätze und 15 weitere Kinder einverstanden. Hier würde ein anderes Förderprogramm greifen. Wenn der Anbau nicht finanzierbar erscheine, könnte darauf verzichtet und eine Generalsanierung des Hauptbaus wegen energetischer Verbesserung angemeldet werden. Der Antrag für die Meldung beider Objekte wurde dann mit 9:2 Stimmen angenommen.

Kleinere Bausachen wie der Anbau einer Garage der Eheleute Zörner in Fürnried und kleinere Ergänzungen am landwirtschaftlichen Gebäude von Konrad Schmidt in Nonnhof waren gleich abgehakt; ebenso der Bau einer Maschinenhalle. Die Zustimmung zur Nutzungsänderung beim Umbau des alten Schulhauses in Schwend zu einem Wohnhaus war nur Formsache.

Grundstücke gesucht


Im Infoteil gab Brigitte Bachmann die Bitte des Landratsamts zum Meldung von Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber weiter. Auch werden örtliche Betreuer für die Flüchtlinge gesucht. Wie es mit der geschädigten Linde in Sunzendorf weitergeht, klärt ein Gutachter. Stillstand herrscht bei der Sanierung des Dorfteichs in Lichtenegg.

Gemeinderat Erhard Nitzbon beantragte die Reparatur maroder Bordsteine in Betzenberg. Darum kümmert sich der Bauhof. Ein Bürger bat darum, den Gehweg zum Schwender Sportgelände bei starkem Schneefall zu räumen, wenn dort Sportbetrieb angesagt ist.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kindergarten Schwend (4)Gemeinderat Birgland (5)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.