Gemeinderat Birgland
Geldfrage beim Birgland-Express

Vermischtes
Birgland
01.08.2016
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Wie bei fast allen Sitzungen, beherrschten Bau- und Verkehrsangelegenheiten die Tagesordnung des Gemeinderates. Es gab auch keine großen Debatten - bis auf die Neuregelung der Kosten für den Birgland-Express. Die beabsichtigte Verschiebung auf das Birgland brachte die Gemüter in Wallung.

Fürnried. Zunächst legte Bürgermeisterin Brigitte Bachmann den Baukomplex vor. So hatte der Landkreis die Erweiterung und bessere Ausstattung des Wertstoffhofs mit Asphaltierung und Rampen für Grüncontainer bei Schwenderöd beantragt. Das war natürlich nach dem Geschmack der Räte. Der Bauausschuss möchte allerdings die Einschränkung im Vertrag haben, dass keine Gärstoffe angeliefert werden können. Auch der Carport mit Gerätehaus von Sylvia Winkhart fand Zustimmung. Die Unterkellerung eines Nebengebäudes von Familie Rüther war ebenfalls rasch genehmigt.

Beim Wanderparkplatz soll die Müllentsorgung verbessert sowie die Wiese regelmäßig gemäht werden. Da der angrenzende Bolzplatz öfter durch Parken zweckentfremdet wird, soll er mit einer Kette abgesperrt werden; dies sahen die Räte als zweckmäßig. Für den Radweg neben der Staatsstraße zwischen Schwend und Lauterhofen war eine Vereinbarung vom Straßenbauamt ausgearbeitet worden. Darin ist auch die vom Birgland geforderte Breite von drei Metern enthalten. Die Unterhalts- und Verkehrssicherungspflicht bleibt bei der Gemeinde, wird aber als tragbar angesehen.

Die Auflösung der Mittelschule Illschwang (im Schulverband mit Birgland) zieht eine Änderung des Schulsprengels nach sich. Die Regierung hat diesen der Stadt Sulzbach-Rosenberg zugeordnet, wo auch die Schüler unterrichtet werden. Über die finanzielle Auswirkung wurde rege diskutiert. Die Gemeinde hat künftig pro Schüler einen Beitrag zu entrichten, der für Gastschüler zu zahlen ist. Das Verfahren und der Status werden in einer Besprechung Anfang September festgelegt.

Verringerung gefordert


Brigitte Bachmann legte wegen der Finanzierung des Birgland-Expresses die Ansichten der beiden mitbeteiligten Gemeinden Illschwang und Weigendorf vor. Diese Freizeitlinie fährt von Mai bis Oktober an den Sonntagen dreimal am Tag ab Bahnhof Sulzbach durchs Birgland bis Bahnhof Hartmannshof und zurück. In Illschwang und etlichen Birglandorten kann aus- oder zugestiegen werden.

Der Fahrpreis ist im VGN-Ticket enthalten. Für den ungedeckten Betrag (VGN trägt etwa die Hälfte) von jährlich 5 400 Euro besteht eine Vereinbarung der Drittelaufteilung der Gemeinden. Da Illschwang und Weigendorf deutlich weniger Anlaufstellen als die Gemeinde Birgland haben, wurde von dort eine Verringerung ihres Anteils gefordert.

Nach Vorgesprächen stehen hier je 1000 Euro im Raum, dies würde den Anteil der Gemeinde Birgland deutlich erhöhen. Die Aus- bzw. Zusteigezahlen zeigen eine stärkere Inanspruchnahme der Birglandorte. Der Vorschlag wurde ausführlich diskutiert, wobei Reinhard Franz auf den früheren Beteiligungswunsch von Weigendorf verwies. Die Debatte ergab den Vergleichsvorschlag, sich in der Mitte zu treffen und auf 1 500 Euro Anteil der beiden anderen Gemeinden zu bestehen.

Bei Bürgeranfragen wurde von Horst Päßler die Anbringungen eines Schildes "Sackgasse" in der Kindergartenzufahrt Fürnried angeregt, weil dort keine Wendemöglichkeit für Lkw gegeben ist. Jürgen Bodendörfer vom Einödhof Tannlohe wollte wissen, wie die Breitbandversorgung seines Anwesens geregelt ist. Durch die Telefonnetzanbindung an Högen fällt er aus dem Birglandgebiet heraus. Die Bürgermeisterin versprach Kontakt mit der Telekom aufzunehmen, zur Lösung des Problems.
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