Kommandant musste drei Einsätze abmelden
Feuerwehrauto macht Kummer

40 Jahre lang hat sich Fritz Dehling (Mitte) als Feuerwehrmann in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Dafür dankten ihm Bürgermeisterin Brigitte Bachmann und der Vorsitzende der Feuerwehr Poppberg, Thomas Bleisteiner. Bild: sis
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Birgland
03.02.2016
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Sieben Einsätze fuhr die Freiwillige Feuerwehr Poppberg im Jahr 2015. Es hätten noch drei mehr sein können, aber die musste der Kommandant Helmut Schlenk zu seinem Bedauern absagen. Das Fahrzeug spielte nicht mit.

Poppberg. Der Vorsitzende der Feuerwehr Poppberg, Thomas Bleisteiner, freute sich bei der Generalversammlung über 27 Besucher von insgesamt 58 Mitgliedern.

Doppelerfolg beim Schießen


In seinem Bericht umriss der Vorsitzende das Geschehen des vergangenen Jahres. Gemeinsam mit der Feuerwehr Eckeltshof unternahmen die Poppberger eine Nachtwanderung. 42 Teilnehmer gingen mit zum Schützenhaus nach Lauterhofen. Beim Gemeinde-Königsschießen der Schützengesellschaft Birgland-Betzenberg räumte die Feuerwehr den Preis für die Meistbeteiligung und durch Thomas Bleisteiner auch den Titel des Gemeindekönigs ab. Den Abschluss bildete der Kameradschaftsabend im Gasthaus Högner.

Kommandant Helmut Schlenk ist derzeit für 38 Aktive verantwortlich. Unter ihnen leisten zehn Frauen Dienst. Die Feuerwehr Poppberg absolvierte 16 Übungen, davon zwei Termine am Funk auf Birgland-Ebene und eine Gemeinschaftsübung mit den Nachbarn aus Alfeld, Gebertshofen und Eckeltshof.

Zwei Brände bekämpft


Insgesamt hatte die Wehr sieben Einsätze zu fahren. Zwei Mal waren es Brände; fünf Mal wurde technische Hilfe beansprucht. Den Fahrzeugfunk erhielt die Wehr im Februar. Nach Anmeldung wurden die Geräte im Juni eingebaut. Damit der neue Digitalfunk heuer starten kann, ließen sich die Kameraden von Sebastian Zeisig einweisen. Zu seinem Bedauern musste der Kommandant drei Einsätze wegen Defekten am Feuerwehrauto bei der Leitstelle abmelden.

Ausgaben fürs Gerätehaus


Schriftführer Christian Windisch ließ das abgelaufene Jahr nochmals Revue passieren. Der Kassenbericht von Doris Maderer hatte wegen der Renovierung des Feuerwehrhauses ein kleines Minus zu verzeichnen. Dennoch gab es für die Kassenprüfer Heinz und Fritz Dehling nichts zu beanstanden. Es folgte die einstimmige Entlastung.

Bürgermeisterin Brigitte Bachmann freute sich über die hohe Frauenquote in Poppberg. Sie zollte allen Aktiven ihre Anerkennung. Der Zusammenhalt der Poppberger Wehr begeistere sie; "Hier wird Freizeit geopfert, und man ist trotzdem gerne beieinander", lobte die Bürgermeisterin. Für sie stünden alle Feuerwehren der Gemeinde, ob groß ob klein, auf Augenhöhe.

Wenn er nach Poppberg kommt, denkt Kreisbrandmeister Helmut Neidl immer daran, wie die Feuerwehr dort durch ihre Ortskenntnis und den Einsatz von Traktoren effektiv bei einer Personensuche in den Abendstunden zu Werke ging. Er lobte die gute Arbeit und Kameradschaft.

Wenn es keine kleinen oder auch keine freiwilligen Feuerwehren mehr gäbe, müssten das sechs bis sieben Berufsfeuerwehren übernehmen. Dazu wären pro Berufsfeuerwehr 140 Personen nötig. Die Kosten dafür würden rund 1,3 Millionen betragen. Für den Landkreis mit 27 Gemeinde wären das ca. 36 Millionen Euro.

Den Wissenstest bestanden Anika und Julia Bär sowie Michael Thaler. Helmut Neidl und Brigitte Bachmann ehrten Fritz Dehling für 40 Jahre Feuerwehrdienst. Er erhielt das Ehrenabzeichen, die Urkunde für eine Urlaub im Feuerwehrheim in Bayerisch Gmain, und von der Wehr selbst gab es noch einen Geschenkkorb.

Ersatz aus Schwend?


Nachdem das Poppberger Feuerwehrauto nicht mehr so zuverlässig ist, wurde durch den Kommandanten über einen brauchbaren Ersatz nachgedacht. Eventuell würde das Auto der Feuerwehr Schwend in Frage kommen.
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