Landtgasabgeordnete zu Besuch bei Dr. Loew in Schwend
Eigene Entscheidungen treffen

Auf dem Rundgang durch den Birgländer Hof bekamen (von links) die Landtagsabgeordneten Margit Wild und Reinhold Strobl, Juso-Kreisvorsitzender Lukas Stollner und die Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, Brigitte Bachmann, von Heimleiter Ronald Aigner Erläuterungen. Bild: no
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Birgland
03.08.2016
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Früher ein renommiertes Hotel, dient der Birgländer Hof seit 2004 der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen als Heim. 38 Menschen bewohnen es derzeit. Bei ihnen stellte sich dieser Tage Besuch aus dem Maximilianeum ein.

Schwend. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl besuchte seine SPD-Fraktionskollegin im Landtag, Margit Wild, das Heim Birgländer Hof der Dr Loew Soziale Dienstleistungen GmbH in Schwend. Heimleiter Ronald Aigner gab Einblicke in die Abläufe. Beim anschließenden Rundgang durch das Haus bestand auch die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit den Bewohnern.

Seit 2008 im Landtag


Margit Wild ist gebürtige Sulzbach-Rosenbergerin. Seit 2008 sitzt sie für die SPD im bayerischen Landtag und gehört dort dem Ausschuss für Bildung und Kultus sowie der interfraktionellen Arbeitsgemeinschaft Inklusion an. Sie ist ausgebildete und staatlich anerkannte Heilpädagogin.

Das Heim Birgländer Hof gibt es seit 2004. Aufgeteilt in fünf Gruppen, leben gegenwärtig 38 Frauen und Männer in dem ehemaligen, umfassend umgebauten Hotel. Ihr Alter reicht von Ende 20 bis 65 Jahre; der Durchschnitt beträgt 52 Jahre. Es handelt sich um Menschen mit leichter bis mittelgradiger geistiger Behinderung, psychischen Störungen wie Depressionen und Psychosen oder körperlichen Erkrankungen. Die Heimbewohner werden rund um die Uhr von Heilerziehungspflegern, Erziehern sowie Fach- und Hilfskräften aus dem pädagogischen Bereich betreut.

Die therapeutische Leitung liegt in Händen einer Diplompsychologin. Im Sinne einer zweiten Lebenswelt werden externe Arbeits- und Beschäftigungstherapien angeboten. Das geschieht in der Werkstatt von Dr. Loew in Bachetsfeld und für Menschen mit Behinderung in Sulzbach-Rosenberg oder Amberg.

Großteils Einzelzimmer


Ronald Aigner wies darauf hin, dass 34 Personen in Einzelzimmern untergebracht sind. Daneben gibt es Therapieräume und ein großes Freigelände. Es werden kreative Freizeitbeschäftigungen und Aktivitäten nach individuellen Vorlieben realisiert. Im Heim gibt es Angebote, die sich an verhaltenstherapeutischen Konzepten orientieren. Bei der Bewältigung persönlicher Probleme wird Hilfestellung durch Einzel- und Gruppengespräche geleistet.

Margit Wild ging es auch um die persönlichen Freiräume nach der Arbeit. Sie begrüßte es, dass die Sinne der Heimbewohner in vielfältiger Weise aktiviert werden. Es gibt einen Freizeitkatalog, aus dem bestimmte Angebote ausgewählt werden können. Hier haben die Bewohner die Möglichkeit, eigene Entscheidungen für sich zu treffen.

"Kontinuität gegeben"


Ronald Aigner wies darauf hin, dass die Behinderten dankbar für jeden positiven Zuspruch sind. Ergänzend merkte Wild an, dass im Birgländer Hof die Liebe zu diesen Menschen spürbar werde. Positiv bewertete sie, dass eine Kontinuität in der Führungsebene und bei den Gruppenleitern gegeben sei.

Kontakt zur Fachschule


Diskutiert wurde auch über die Dokumentationspflicht durch das Personal, was auf Kosten der Zuwendung für die Betroffenen gehe.

Aigner sah in diesem Bereich in der jüngeren Vergangenheit Verbesserungen. Schließlich ging es noch um die Suche nach qualifizierten Fachkräften. Die enge Zusammenarbeit mit der Fachschule für Heilerziehungspflege in Ebenried wirke sich positiv aus, war dazu zu hören.
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