Trauungsplatz wäre nicht barrierefrei zu erreichen
Kein Ja-Wort auf dem Burgberg

Bei einem Treffen mit Denkmalschützern ging es auch um die Frage, ob auf der Burgruine Lichtenegg ein Trauungsplatz eingerichtet werden könnte. Das scheiterte daran, dass sie nicht barrierefrei erreichbar ist. Bild: fm
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Birgland
22.02.2016
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Weit grüßt sie ins Land, nachts sogar im Licht eines Scheinwerfers. Mit einem weiten Fernblick ist die Burgruine Lichtenegg ein beliebtes Wanderziel. Ein Platz für Leute, die sich trauen lassen wollen, wird allerdings nicht daraus.

Fürnried. Rückschau auf 2015 hielt der Förderverein der Burgruine in der Jahresversammlung im Gasthof Färber. Vorsitzender Richard Pilhöfer erinnerte an den Abschluss der Maßnahmen im Außenbereich, die Entbuschungsarbeiten am Hang und das zweitägige Burgfest. Neben vielen Wanderern kam auch ein mittelalterlicher Verein vorbei.

Schriftführer Gerhard Rösel legte das Protokoll der Versammlung des Vorjahrs vor. Die Finanzen hätten sich mit der letzten Rate der Leader-Förderung positiv entwickelt, wie Kassiererin Yvonne Pilhöfer berichtete. Gunda Bodendörfer und Inge Pilhöfer hatten die Bilanz geprüft und bestätigten die gute Buchführung, worauf Entlastung erteilt wurde.

Der Grund, auf dem Ruine steht, gehört der Gemeinde. Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann darf sich deshalb auch als "Burgherrin" fühlen. Sie lobte den Verein als Institution, die dem Tourismus diene.

Bei einer Besichtigung mit dem Denkmalschutz sei die Frage aufgetaucht, ob auf dem Burgberg ein Trauungsplatz möglich wäre. Dies sei aber an der fehlenden Barrierefreiheit gescheitert.

Zu überlegen wäre, ob man nicht eine Decke in den Resten des Palas einziehen könne. Die Entbuschungsarbeiten solle der Förderverein mit der Gemeinde absprechen. Möglicherweise könnten dann Asylbewerber als Hilfskräfte vermittelt werden.

Dieses Jahr wird konkret die Befestigung des Torbogens in das Palasinnere und die restliche Verstärkung der Innenschale angestrebt. Richard Pilhöfer verwies dazu auf Vorgespräche mit dem Denkmalamt, das hier zu entscheiden hat. Sonst fallen die laufenden Arbeiten wie Freihalten und Mähen des Burgbergs an. Das Burgfest wird wieder am ersten Samstag im August abgehalten.

Die Anfrage einer zusätzlichen Nutzung der Ruine durch den Besuch eines französischen Partnervereins, der zum SV Illschwang kommt, entfachte eine rege Diskussion. Für die etwa 50 Besucher müsste der Verein die gastronomische Ausrüstung stellen. Dies ist sehr arbeitsaufwendig für einen Abend. Das gab letztlich den Ausschlag für ein Nein.

Der Vorsitzende sprach die Bürgermeisterin wegen der Beleuchtungskosten für die Ruine an, die bisher der Verein übernimmt. Einen Antrag an die Gemeinde will man im Rat prüfen. Gerhard Rösel schlug vor, das Gelände nicht jedes Jahr zu entbuschen. Der etwas höhere Bewuchs lasse sich leichter entfernen als die noch kleinen Triebe.
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