Verbesserungen bei der Barrierefreiheit im Birgland in Sicht
Hublift für das Rathaus

Über Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich sprachen (von links) Johann Ludwig (stellvertretender Kreisvorsitzender), Erwin Schötz (Vorsitzender VdK Schwend), Hans Maul (Vorsitzender VdK Fürnried), Marianne Kies-Baldasty (Kreisvorsitzende), Bürgermeisterin Brigitte Bachmann und der Ehrenkreisvorsitzende Herbert Göth. Bild: no
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Birgland
01.10.2016
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Horst Seehofer hat ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Bis 2023 will er Behinderten in Bayern alle Hindernisse aus dem Weg räumen. Der VdK hört sich jetzt in den Gemeinden um, wie es damit vorwärts geht.

Schwend. Das Thema Barrierefreiheit stand im Mittelpunkt eines Informationsgesprächs, das der VdK-Kreisvorstand mit der Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, Brigitte Bachmann, im Rathaus in Schwend führte. Für den Sozialverband nahmen die Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty, ihr Stellvertreter Johann Ludwig, Ehrenkreisvorsitzender Herbert Göth sowie die Chefs der Ortsverbände Schwend und Fürnried, Erwin Schötz und Hans Maul, daran teil.

Marianne Kies-Baldasty betonte, dass sich der Kreisvorstand dazu entschlossen habe, das Problem der Barrierefreiheit in Gesprächen und Veranstaltungen zu vertiefen. Sie berief sich dabei auf die aktuelle Regierungserklärung des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der die völlige Barrierefreiheit bis 2023 in Aussicht gestellt hat.

Wie es um die Fortschritte steht, habe der VdK bereits mit verschiedenen Bürgermeistern vor Ort besprochen. Kies-Baldasty sah den VdK in der Rolle des Kämpfers für alte und behinderte Menschen. Erfreut zeigte sie sich, dass gegenwärtig 9671 Mitglieder im Landkreis dazugehören, wobei die Tendenz nach oben zeige. Dies bestärke sie in der Ansicht, dass der VdK mit seinem sozialpolitischen Engagement richtig liege.

Brigitte Bachmann begrüßte als Bürgermeisterin und stellvertretende Landrätin die Initiative des Kreisverbandes. Konkret ging sie auf die Gemeinde Birgland ein. Die umgebaute Raiffeisenbank, in der sich die Amtsräume befinden, sei nicht barrierefrei. "Allerdings wollen wir in einem zweiten Bauabschnitt die frühere Lagerhalle umbauen", kündigte sie an. Dabei sollten dann ein Hublift und ein behindertengerechtes WC untergebracht werden. Es gebe dafür konkrete Pläne, und es seien auch Fördermittel beantragt. Beim 2017 geplanten Umbau soll der Kindergarten in Schwend barrierefrei werden. Schwierig stelle sich die Situation bei der Christuskirche dar: "Ein Problem ist hier der Treppenaufgang." Bei der Dr. Loewschen Einrichtung in Schwend sei eine Zufahrt für Rollstuhlfahrer an der hinteren Seite möglich.

Um etwas zu erreichen, müssten alle sozialen Verbände gemeinsam ihre Forderungen mit Nachdruck vertreten, zogen die VdK-Vertreter das Fazit des Gesprächs. Vor Umbauten würden selten Behinderte zu Rate gezogen. Ein Problem sahen sie auch darin, dass 80 Prozent der Arztpraxen nicht barrierefrei zu erreichen sind.
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