Volksmusiknachmittag bietet Musik und Geschichten und beste Unterhaltung
Zarte und lustige Stückln

Blechakkord mit (von links) Karlheinz Leipold, Christian Floth, Robert Vogel und Rudi Huber spielten auf. Bild: fm
Vermischtes
Birgland
14.01.2016
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Oed. Frische Blasmusik, zartere Melodien und lustige Geschichten - dies war für einige Stunden ein krasser, aber willkommener Gegensatz zu den hektischen und lauten Jahreswechselfeiern. Dafür sorgten Karlheinz Leipold mit seinem Trio und die Gruppe Blechakkord, ergänzt um Alphornklänge von Robert Vogel.

Die zahlreichen Gäste im Saal des Gasthofs Zum Bayerischen Johann hatten einen ruhig-gemütlichen Nachmittag erwartet - und wurden nicht enttäuscht. Schon die sonoren Klänge von Robert Vogel auf seinem "Vogelhorn" schufen eine schöne Stimmung, die vom Blechakkord mit der Tuba von Christian Floth, der Basstrompete von Rudi Huber, der Trompete von Robert Vogel und dem Akkordeon von Karlheinz Leipold wieder etwas angeheizt wurde. Letzterer nahm als Moderator seine Blätter in die Hand und stellte bei der Begrüßung die Mentalität des Franken mit dem fehlenden Gruß vor.

Das erste Bühnenprogramm beider Gruppen zeigte sich ähnlich geordnet. Jedenfalls war für Spannung gesorgt, was wohl kommen würde. So griffen Anita Leipold zur Zither und Claudia Wuttke zur Gitarre, um zusammen mit der Akkordeonuntermalung vom Karlheinz einige ruhige Stubenmusi-Stückl zu spielen. Nach dessen viel belachter Geschichte mit sehr verworrenen Familienverhältnissen erfreuten die beiden Damen mit sehnsuchtsvoll-ruhigen Liedern.

Dem Sprachenvergleich von Englisch und Fränkisch ließen die Bläser einige flotte Landler und Schottische folgen. Nach einer allgemeinen Verschnaufpause holte Robert Vogel seinen Sohn Moritz auf die Bühne, um ihn mit der Gitarre bei den Musikstücken der Steierischen Ziehharmonika zu begleiten. Der Siebenjährige zeigte mit großer Fertigkeit, dass er die Musik-Gene seines Vaters geerbt hat.

Nicht unterbrochen, sondern heiter und lustig ergänzt von den eigenen Gedichten und Anekdoten des Karlheinz aus dem täglichen Leben spielten abwechselnd die Blechakkord und das Trio volksnahe Weisen. Die unaufdringliche, bei den Bläsern öfter schmissige Musik mit Dreher und Polka passte bestens zu den Textbeiträgen, die in bestem Fränkisch einen heiter-gelösten Sprachunterricht bescherten.

Der "Rausschmeißer" der Bläser zum Abschied genügte nicht, sondern mit dem starken Beifall wurde eine Zugabegeschichte erklatscht.
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