"Don Kosaken" in der Pfarrkirche
Stimmmächtiger Chor

Die "Don kosaken" überzeugten bei ihrem Auftritt in der Pfarrkirche mit ihrer Stimmgewalt. Bild: tie
Kultur
Bodenwöhr
29.10.2016
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In der Pfarrkirche St. Barbara zeigten die "Maxim Kowalew Don Kosaken" ihr Können. Mit ihrem Gesang begeisterten sie das Publikum.

Die Chöre der Don Kosaken hatten schon immer einen besonders guten Ruf, was Sangeskunst und Stimmigkeit anbelangt. Die sieben Sänger der "Maxim Kowalew Don Kosaken" zeigten bei ihrem Auftritt in der Pfarrkirche St. Barbara von Beginn an, dass sie diesem Ideal voll und ganz entsprachen.

Einfühlsame Gestaltung


Mit einem alten Kirchengesang eröffneten Tenor, Bariton und Bass mit einer A-cappella-Darbietung, also ohne instrumentale Begleitung, eine einfühlsame Gestaltung des Liedgutes. Für die Anwesenden war das eine gelungene Einstimmung auf das Programm. Pfarrer Trischer verriet, was die Zuhörer erwartet: Erst kirchliche Gesänge, später Balladen, Legenden und Märsche. Dass Kirchengesang eine weite Gestaltungs-Palette umfasst, wies das Lied "Lobet den Namen des Herrn" nach, das in optimistischen Tönen vorgetragen wurde. Auch die weiteren Gesänge pendelten zwischen verhalten-melancholischer und freudig-bewegter Aussage. Das zeigte das Lied "Gott erbarme dich" mit einem traurigen Rezitativ, bis der Choral am Ende des Lieds Aufmunterung spendete.

"Aus den Tiefen der russischen Seele" war das Programm betitelt und enthielt dementsprechend Freude und Leid als Bestandteile menschlichen Lebens. In dem Lied "Abendglocken" war ein Tenorsolo enthalten, das mit lupenreiner Stimme gesungen wurde und große Ergriffenheit vermittelte. Stark und kraftvoll dagegen präsentierten sich alle Stimmen im "Ave Maria" von Johann Sebastian Bach/Charles Gounod, das damit zu einem besonderen Erlebnis wurde. "Vater unser" war wiederum als gesungenes Gebet dargeboten, von einem Solosänger vorgetragen und von gehaltenen Tönen der Kollegen summend untermalt.

Bei Lied "Ich bete an die Macht der Liebe" sangen zuerst alle gemeinsam, dann ein Solist die zweite Strophe - bei der dritten Strophe summten alle. Damit kamen die klangvollen Töne noch eindringlicher zur Geltung und der Chor bewies wieder einmal die unnachahmliche Stimmgewalt von russischen Männerchören. Das letzte Lied vor der Pause war "Auf viele Jahre". Es zeigte das stimmliche Können aufs Neue.

Im zweiten Teil dominierten Volksweisen und Balladen. Einer der Chor-Mitglieder spielte Akkordeon. Zur Sicherheit der Intonation leistete das Instrument einen gediegenen Beitrag. Ein temperamentvolles Kosakenlied ertönte zuerst, dann sang ein Bassist "Heiliger Baikalsee", eine elegische Melodie auf das tiefste Binnengewässer der Erde. In "Ein Kosak spaziert am Don" brachte ein Solistenduo eine ruhige Stimmung zu Gehör. "Hinter dem Don" sangen dagegen lebhaft alle. In "Stenka Rasin" gedachten der Bassist und seine Mitsänger einem Nationalheiligen der Kosaken. Und schon näherte sich der Abend seinem Ende.

"Kalinka" zum Abschluss


Ein weltbekannter Song bildete den Schlusspunkt: "Kalinka" erklang und wurde zuweilen vom Publikum mit Klatschen begleitet. Intensiv war der Rhythmus des Gesangs. Auch die Zugabe "Katjuscha" wurde sehr lebhaft dargeboten. Das schnelle Singen bewältigten die Sänger problemlos. Überhaupt erschien der Gesang nie eintönig. Der Gestaltungswille der sieben Sänger war breitgefächert. Begeisterter Schlussbeifall war ihnen gewiss.
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