Eisenzeit stellt Programm vor
Säufer, Brucker und der Muck

Bürgermeister Richard Stabl, Tourismus-Chefin Julia Braun und Regisseurin Ingrid Schieder (von links) legten zur Präsentation der Eisenzeit-Festspiele 2016 schon mal Gewänder vom "Kleinen Muck" an. Intendant Hubert Süß (hinten) war amüsiert. Bild: sir
Kultur
Bodenwöhr
19.03.2016
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Gleich drei kulturelle Glanzlichter entzünden die Eisenzeit-Festspiele im Sommer auf der Bürgerbühne am Hammersee. Hochklassiges Musik- und fantasievolles Familientheater sowie ein Balladenabend zum Amüsieren und Gruseln locken zur Freilichtbühne im Seewinkl.

Bürgermeister Richard Stabl stellte zusammen mit Tourismus-Chefin Julia Braun, Intendant Hubert Süß und der Regisseurin des Familienstücks, Ingrid Schieder, das Programm 2016 vor der Kulisse des Hammersees vor. "Gruslige Hammerschmieds-Gselln" ist der Titel eines amüsanten Balladenabends mit Musik, Witz und Schauspiel in Gesellschaft vieler "toter" Protagonisten, die in der 700-jährigen Hüttenwerks-Tradition Bodenwöhrs eine Rolle gespielt haben. "Das sind oft keineswegs glanzvolle Rollen, da menschelt es gewaltig", schmunzelte Hubert Süß, der den Abend konzipiert hat.

Säufer und Mörder


Kraftvolle Balladen, eindrucksvoll vorgetragen von den "Spielleut von Ammenberg", Spielszenen und Texte geben Einblick in Denkweise, Ereignisse und Charaktere aus längst vergangenen Zeiten. Marodeure, Säufer, Mörder, Österreicher, Brucker, Böhmen und Oberlandler entsteigen an diesem Abend ihren Gräbern ebenso wie der Bauernschreck Hofseß, der Werwolf oder der Brauknecht, den sich die Wasserfrau einst holte.

Ein weiterer Höhepunkt: Das Landestheater Oberpfalz versetzt bei seinem Gastspiel am Hammersee das Publikum in die Wälder rund um "Das Wirtshaus im Spessart". Das musikalische Lustspiel, unvergessen durch die geniale Verfilmung mit Lilo Pulver und Rudolf Vogel, steht unter der Regie von Marlene Wagner-Müller. Sie freut sich auf das Ambiente am Ufer, unter freiem Himmel, mit Aussicht auf den bewaldeten Schlossberg. "Da glaubt man so richtig, dass da die Räuber hausen", sagte sie beim jüngsten Ortstermin. Inzwischen ein Bodenwöhrer "Markenzeichen" sind die beliebten Familien- und Kinder-Vorführungen bei den Eisenzeit-Festspielen.

Farbenprächtige Ausstattung


Nach dem großen Erfolg des "Schneewittchens" gibt es auch heuer ein Märchen: "Die Schulen und Kindergärten der Oberpfalz melden sich bereits fleißig für die Vorstellungen vom 'Kleinen Muck' an", freute sich Stabl. Das Märchen lockt mit farbenprächtiger Ausstattung, viel Witz und gewieften Kinder-Darstellern, die trotz ihrer jungen Jahre zum Teil schon reichlich Bühnenerfahrung bei der Eisenzeit haben. Gemeinsam mit einigen erwachsenen Darstellern wollen sie einen Eindruck von 1001 Nacht präsentieren.

Wegen der großen Nachfrage gebe es heuer wieder eine Samstag-Nachmittagsvorstellung, so Süß, der sich am Wochenende einen Eindruck von der Probenarbeit gemacht hatte. Der kleine Muck hat es nicht leicht, aber mit Mut, Charakter und Tatkraft gelingt es ihm, sich gegen Wesire, Zauberinnen und etliche orientalische Fährnisse mehr zu behaupten.

"Die Eisenzeit-Festspiele sind ein absolutes Aushängeschild unseres staatlich anerkannten Erholungsortes", sagt Julia Braun. Die Außendarstellung ist in ihren Augen noch ausbaufähig. "Wir müssen den Menschen auch überregional zeigen, was hier geleistet wurde und wird", sagt die Tourismus-Fachkraft.

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Weitere Informationen und Tickets im Internet:

www.eisenzeit.net

Termine"Der kleine Muck"

Freitag, 24. Juni, 10 Uhr

Samstag, 25. Juni, 16 Uhr

Freitag, 1. Juli, 10 Uhr

Balladenabend "Gruslige Hammerschmieds-Gselln"

Freitag, 1. Juli, 20 Uhr

"Das Wirtshaus im Spessart"

Samstag, 2. Juli, 20 Uhr
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