39 neue Bauparzellen

Lokales
Bodenwöhr
25.09.2015
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Die Turbulenzen beschränkten sich auf den Beginn der Gemeinderatssitzung. Ansonsten ging sie "normal" über die Bühne. Im Blickpunkt stand erneut ein Baugebiet.

Mängel am Protokoll in mehreren Punkten reklamierte Georg Hoffmann (CSU). Die Abstimmung zugunsten einer Änderung ging mit 10:4 Stimmen aus, die Genehmigung selbst mit 11 zu 3. Entschuldigt fehlten am Mittwochabend Randolf Alesch, Michael Bollwein und Andreas Seitz.

Zu den nichtöffentlichen Beschlüssen, deren Geheimhaltung weggefallen ist, teilte Bürgermeister Richard Stabl mit, dass die Erneuerung der Weichselbrunner Brücke durch die Firma Holzbau Hasl erfolgt. Die nächsten zwei Tagesordnungspunkte bezogen sich auf das Baugebiet "Klause-Ludwigsheide". Diplom-Ingenieur Klaus-Peter Fels vom Ingenieurbüro Trossmann & Partner, Wackersdorf, erläuterte die Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans. Bei beiden Punkten ging es um die Beschlussfassung über die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Einstimmig wurde diesen Änderungen jeweils entsprochen. Kern der Änderungen war die Planungsabsicht, Sondergebiete in dem Gebiet Klause-Ludwigsheide in allgemeine Wohngebiete umzuwandeln.

Mit viel Grün

Fels wies in diesem Zusammenhang auf die Bevölkerungsentwicklung in Bodenwöhr hin. Seit zehn Jahren wachse die Bevölkerung hier um 2,5 Prozent pro Jahr. Die Erschließung bleibe, der Anschluss erfolge über die vorhandene Infrastruktur. Die Änderung des Bebauungsplans sei die logische Konsequenz aus der vorherigen einhelligen Zustimmung. 39 Bauparzellen entstünden im neuen Wohngebiet - mit viel Grün.

Neben der Abänderung des Bebauungsplanes werden auch die Änderung des Grünordnungsplans und das Erstellen des Umweltberichtes notwendig. Die bisherige Straßenführung bleibt erhalten. Stellplätze werden mit Baumbepflanzung kombiniert. Ermöglicht werden solle eine zeitgemäße Bauweise, auch mit Flachdach, so Fels. Der Bebauungsplan wurde einstimmig angenommen. Kein Diskussionsbedarf bestand beim Antrag auf Errichtung von zwei baugleichen Plakatwerbetafeln im Euro-Format, unbeleuchtet in der Schwandorfer Straße. Dieses Ansinnen wurde einstimmig abgelehnt.

Gemeinsam zum Ziel

Der nächste Punkt beinhaltete die Beitrittserklärung und die Genehmigung des Kooperationsvertrags zur "Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) Schwarzach-Regen". Mit Hilfe dieses Zusammenschlusses von zehn Nachbargemeinden sollen durch interkommunale Kooperation innerhalb der ILE Ziele wie höhere Fördersätzen verwirklicht werden. Die Kosten belaufen sich laut Angebot auf knappe 45 000 Euro, so Bürgermeister Richard Stabl. Der gemeindliche Anteil am ILE Konzept betrage etwa 1600 bis 1700 Euro. Einstimmig votierten die Räte dafür, Gründungsmitglied zu werden.

Kenntnis nahm das Gremium von der Eilentscheidung zur Vergabe der Bauarbeiten für die Sanierung der Wasserleitung im Ortsteil Buch an die Firma Seebauer, Girnitz. Die Kosten belaufen sich auf rund 40 000 Euro. Diese Entscheidung hatte zweiter Bürgermeister Albert Krieger während der Urlaubsvertretung gefällt. Von einigen Räten wurde Kritik laut. Zwar wurde die Maßnahme nicht angezweifelt, doch sollte die Entscheidung der Gemeinderat treffen.

Stabl gab noch einige Informationen. Beim Digitalfunk der Feuerwehr warte man auf Angebote. Die Maßnahme werde mit 50 Prozent bezuschusst. Zur Breitbandförderung liege die Zusage vor. 80 Prozent Förderung seien zu erwarten. Zudem sei die Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn vorhanden. Die Unternehmen, die den Ausbau vornähmen, seien terminlich sehr eingespannt.
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