Abschiedsparty für Emilia Müller

Seinen Sommerempfang machte der CSU-Bezirksverband zur Abschiedsgala für Emilia Müller. Zusammen mit ihrem Nachfolger im Bezirksvorsitz, Albert Füracker (vorne rechts), begrüßte sie dazu über 200 Gäste - darunter viele Mandatsträger der CSU wie Landrat Thomas Ebeling. Bild: Götz
Lokales
Bodenwöhr
06.08.2015
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Der Sommerempfang, den sie 2008 selbst eingeführt hatte, diente Emilia Müller jetzt als Abschiedsbühne. Nach ihren sieben Jahren an der Spitze der Oberpfälzer CSU sah sich die Partei zu großem Dank verpflichtet. Ihn sprach der Nachfolger aus, verbunden mit einer Geschenkübergabe.

In den Anfangszeiten kamen etwa 50 Besucher. Jetzt waren es über 200 Mitglieder und Freunde der Oberpfälzer CSU, die der Einladung zum Sommerempfang in den Garten des Brauerei-Gasthofs Jacob folgten. Der Anlass trug zweifellos zu dieser Steigerung bei: So gut wie keiner der Mandatsträger und Führungskräfte aus der Oberpfalz wollte fehlen, wenn die Partei ihre Bezirksvorsitzende Emilia Müller (63) verabschiedet, die das Amt vor wenigen Wochen abgegeben hatte.

Die Band "Caren's Mom" spielte Akustik-Rock, es herrschte ungetrübte Sommerlaune. Der neue Bezirksvorsitzende Albert Füracker setzte im Namen der 29 000 Mitglieder in 773 Verbänden und Arbeitskreisen zum Dank an: "Die Erfolge der Oberpfälzer CSU tragen Deine Handschrift", wandte er sich an Emilia Müller. Die erfahrene Ministerin aus Bruck, die ihre politische Arbeit 1990 als Markträtin in Bruck begonnen hatte, habe Teamarbeit an die oberste Stelle gesetzt, sie sei mit ihrer Art immer gut angekommen.

Nützlich im Urlaub

Nachdem sie sieben Jahre lang souverän die Führungsrolle gespielt und der CSU zu vielen Erfolgen verholfen habe, sollte es nun auch eine kleine Anerkennung dafür geben. Sie solle der begeisterten Trekking-Touren-Geherin bei ihrem nächsten Urlaub in Südamerika behilflich sein. Füracker schenkte Emilie Müller einen Reiseführer und einen Gutschein zur Ergänzung ihrer Ausrüstung.

In der Erwiderung ließ Emilia Müller von vorne herein keinen Zweifel an der Qualifikation ihres 47-jährigen Nachfolgers aus dem Landkreis Neumarkt aufkommen: "Er hat bewiesen, er kann's", sagte sie am Mikrofon. Als größtes Geschenk betrachte sie es, "dass heute alle da sind, die mit mir ein Stück des Weges in diesem Bezirksverband gegangen sind, in dieser Zeit alle Höhen und Tiefen miterlebt haben". Sie gab zu: Es sei ihr nicht ganz leicht gefallen, in der besten Zeit aufzuhören. Doch sie wisse den Bezirksverband jetzt wieder in guten Händen. Es sei gelungen, einen nahtlosen Übergang zu schaffen und den Generationswechsel gut hin zu bekommen.

Über das Präsent freute sie sich ebenfalls. Als frühere Europaministerin war sie schon viel unterwegs, auf dem europäischen Kontinent so gut wie überall. "Doch auf der Welt habe ich noch ein paar Defizite", freute sich Müller auf das zukünftige Bereisen weiterer Länder. Ihre Offenheit für andere Traditionen, Kulturen und Religionen komme ihr da genauso zu Gute wie in ihrer Arbeit als Bayerns Sozialministerin.

Müller blickte zum Abschied auch voraus: Auf die CSU und ihre neue Führung warten große Aufgaben. In den Jahren von 2017 bis 2026 warte - mit Ausnahme von 2022 - jährlich ein Wahlkampf.
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