Appelle beim Volkstrauertag in Bodenwöhr - Friede keine Selbstverständlichkeit
Toleranz an die erste Stelle rücken

Zwei Soldaten der Patenkompanie übernahmen die Ehrenwache. Bild: ins
Lokales
Bodenwöhr
19.11.2014
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Mit einer würdigen Feierstunde wurde der Volkstrauertag in Bodenwöhr begangen. Dazu trafen sich die Vereine und Verbände, Bürgermeister und Gemeinderäte sowie eine Abordnung der Patenkompanie aus Roding vor dem Gottesdienst zum Kirchenzug. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Johann Trescher an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. Machtstreben, Hass und Neid seien meist Anlass für kriegerische Auseinandersetzungen. Wenn nach den Geboten Gottes gelebt würde, gäbe es diesen Streit nicht. Bei den Fürbitten verlas Bürgermeister Richard Stabl die Namen der 25 Bodenwöhrer, die im Ersten Weltkrieg gefallen oder vermisst sind.

Nach dem Gottesdienst bewegte sich der Zug unter den Klängen der Seebarner Blaskapelle zum Kriegerdenkmal. Bürgermeister Richard Stabl sprach die Kriege im 20. Jahrhunderts an sowie die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands vor 25 Jahren. Die beste Prävention gegen zukünftige Kriege und Gewaltherrschaften sei, die heutige Jugend für das Thema zu sensibilisieren und zu erklären, was damals geschehen ist. "Die Förderung von Toleranz muss dabei an erster Stelle stehen". Stabl erinnerte auch an die Soldaten der Bundeswehr, die weltweit aktiv seien, um für Sicherheit und Frieden zu sorgen und mahnte: "Wir dürfen nicht vergessen, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist". Zusammen mit seinen beiden Stellvertretern Albert Krieger und Georg Hofmann legte er einen Kranz nieder. Für die Soldatenkameradschaft taten dies Vorsitzender Hans Schießl mit Karl Wiedl und Walter Kasberger.
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