Auf den Spuren von St. Koloman

Der Schnee hatte die Landschaft in eine wunderbare Winteridylle verwandelt, da machte die Wanderung gleich viel mehr Spaß. Bilder: sir (2)
Lokales
Bodenwöhr
02.02.2015
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Spaß gehört zu einer Winterwanderung. Ganz nebenbei erfuhren die Ministranten aber auch noch Wissenswertes über einen besonderen Heiligen.

Ruhige Idylle und unberührte Winterlandschaft rund um Warmersdorf: Doch damit war es am Samstagvormittag damit. Kinder und Jugendliche nahmen den kleinen Ortsteil in Beschlag. Winterwanderung war angesagt bei den Ministranten der Pfarreiengemeinschaft Bodenwöhr/Alten- und Neuenschwand.

Idyllische Landschaft

Begleitet wurden sie von Pfarrer Johann Trescher und den Ministranten-Betreuerinnen. Das Ziel war die St.-Koloman-Kapelle. Auf dem Weg dorthin genossen die Erwachsenen die zauberhafte Aussicht in unberührter winterlicher Natur. Freilich, die Kinder und Jugendlichen hatten für so viel Idylle weniger Sinn. Vielmehr wurden wilde Schneeballschlachten auf dem Weg ausgetragen. Schneller als gedacht kam die muntere Truppe so bei der Kapelle an und musste feststellen, dass die leckeren Würstchen noch nicht auf dem Grill brutzelten.

Kurzerhand wurde die Wanderung verlängert und das an der Kapelle gelegene Gewässer umrundet. Pfarrer Johann Trescher sperrte anschließend die Tür zur Kapelle auf. Erst im vergangenen Jahr wurden die umfangreichen Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Manche der Wanderer waren hier noch nie, und so war das Interesse an dem Bauwerk sehr groß. Der Ortsgeistliche schilderte die Geschichte des Hl. Koloman und die Entstehungsgeschichte dieser Kapelle. Koloman war vermutlich ein irischer Königssohn, der sich zu Fuß auf Wallfahrt nach Jerusalem begab. Im österreichischen Stockerau wurde er für einen böhmischen Spion gehalten und festgenommen. Koloman durchlitt ein Martyrium und wurde an einem dürren Baum gehenkt. Der Leichnam verweste nicht, vielmehr trieb der dürre Baum wieder aus. Viele Wunder werden Koloman zugeschrieben. An einem 13. Oktober wurde Koloman in Melk beigesetzt, zwei Jahre nach seinem Tod. Dieser Tag ist auch der Gedenktag des Heiligen. Jedes Jahr um dieses Datum herum begeben sich die Pilger der Pfarreiengemeinschaft zur Koloman-Kapelle in Warmersdorf, verbunden mit der anschließenden Erpflkirwa.

Reliquien im Altar

Pfarrer Johann Trescher sagte, dass sich, wie in jeder Kirche, im Altar Reliquien befinden. In der Kapelle sind Reliquien von Koloman im Altar eingebettet. Aufmerksam folgten die Zuhörer den Ausführungen, ehe es zurück ins Freie ging. Inzwischen waren auch die Grillwürstchen fertig, die sich die kleinen und großen Wanderer schmecken ließen. Der Durst wurde mit Heißgetränken gelöscht, ehe es auf den Rückweg ging.
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