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Lokales
Bodenwöhr
04.07.2015
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Knifflige Fragen und ein gutes Abschätzungsvermögen waren gefragt. Die Schülerlotsen legten sich beim Bezirksentscheid ins Zeug. Sie erhielten viel Lob für ihren wichtigen und verantwortungsvollen Job.

Michael Riederer aus Gleißenberg errang im vergangenen den zweiten Platz beim Bezirksentscheid der Schülerlotsen. In diesem Jahr gewann der Schüler der Realschule Furth im Wald den Wettbewerb, der am Freitag in Bodenwöhr stattfand. Gemeinsam mit der Zweitplatzierten Celine Lankes (Robert-Schumann-Gymnasium Cham) qualifizierte er sich für den Landesentscheid am 20. Juli in Regensburg.

19 Jugendliche aus zehn Oberpfälzer Schulen stellten sich gestern dem Vergleich. Ein Lkw stand 42 Meter von den Schülern entfernt, ein Auto 33 und ein Motorrad 60 Meter. Die Schüler mussten die Entfernungen schätzen und bekamen dafür Punkte. Je näher am Ergebnis desto mehr. Genauso verhielt es sich bei den Geschwindigkeiten. Der Lkw fuhr mit 30 , der Pkw mit 50 und das Motorrad mit 60 Stundenkilometern an den Schülern vorbei.

Bis zu 239 Punkte

"Die Lotsen müssen bei ihrer Arbeit Entfernung und Geschwindigkeit abschätzen können", erklärt der Bezirksvorsitzende der Verkehrswacht, Dr. Wolfgang Laaths, den Sinn der Übung. Gemeinsam mit der Bodenwöhrer Ortsvorsitzenden Marita Burger organisierte er den Wettbewerb. Die Bandbreite der Ergebnisse lag zwischen 162 und 239 Punkten. Das Spitzenergebnis erreichte Michael Riederer (Realschule Furth im Wald), gefolgt von Celine Lankes (Robert-Schumann-Gymnasium Cham, 234 Punkte) und Luis Keber (Fraunhofer-Gymnasium Cham, 232). Im Mittelfeld landeten die Teilnehmer aus dem Landkreis: Max Lang und Florian Humbs (Wernberg-Köblitz), Joel Heinrichs und Johannes Schaller (Oberviechtach), Matthias Siml und Tobias Roidl (Schwandorf-Dachelhofen) sowie Ramona und Franziska Neudegger (Burglengenfeld). Sie hatten sich in einer theoretischen Prüfung an ihrer Schule für den Bezirksentscheid qualifiziert.

Mit der Theorie begann auch der gestrige Wettbewerb auf Oberpfalzebene. Die Schüler sollten das Mindestalter (13 Jahre) für Schülerlotsen wissen, die Zulassungsbedingungen kennen und Fragen zu ihrer täglichen Arbeit beantworten. Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch sieht im Schülerlotsen-Dienst "den Einstieg ins Ehrenamt". Die Jugendlichen seien Partner der Polizei, der Kommune und der Schule.

"Ein gutes Gefühl"

Bürgermeister Richard Stabl erinnerte an die lange Tradition der Verkehrswacht in Bodenwöhr und bedankte sich für die Umsetzung des Wettbewerbs.

Der Vertreter des Oberpfälzer Polizeipräsidiums, Jürgen Dodell, wandte sich an die Schülerlotsen mit den Worten: "Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir uns auf euren Einsatz verlassen können". Seit zehn Jahren habe es keinen tödlichen Schulwegunfall mehr in der Oberpfalz gegeben, so der Polizeirat. Doch man dürfe sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. 47 Schulwegunfälle mit 44 verletzten Schülern im vergangenen Jahr mahnten weiter zur Vorsicht.
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