Aus der Nische zum Erfolg

MdB Karl Holmeier (vorne, Dritter von links) informierte sich mit Vertretern der CSU-Ortsverbände Bodenwöhr und Bruck über das Warmersdorfer Unternehmen Reiger Landschaftsbau. Josef Reiger senior (rechts) und sein Sohn (Dritter von rechts) zeigten ihren Betrieb bei einem Rundgang. Bild:
Lokales
Bodenwöhr
07.08.2015
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Auf seiner Sommertour machte Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier Station im kleinen Ortsteil von Bodenwöhr: In Warmersdorf bei Reiger Landschaftsbau in Warmersdorf und erfuhr, warum auch Heidschnucken zu den "Mitarbeitern" zählen.

MdB Karl Holmeier wurde begleitet von Mitgliedern aus den beiden Ortsverbänden Bodenwöhr und Bruck. Josef Reiger senior Reiger senior erzählte, dass er, Jahrgang 1957, einst in der elterlichen Landwirtschaft mitgearbeitet hatte. Im Zuge seiner Ausbildung zum Landwirt absolvierte er ein Praktikum in Holland, der erste Schritt in ein neues Betätigungsfeld. Denn für zwei Söhne als Erben war der elterliche Besitz einfach zu klein.

Start als Solist

So fing Reiger als Holzrücker an, als Ein-Mann-Betrieb. "1986 habe ich das erste Mal einen Probeauftrag erhalten, Bäume auszuschneiden", erinnerte sich der Firmenchef. Auftraggeber war ein namhaftes Unternehmen aus dem Energiebereich. 1987 dann habe er den Begriff "Landschaftspflege" für sich erfunden und seinen ersten Mitarbeiter eingestellt. Rasch habe sich sein Betrieb weiterentwickelt, so Reiger.

Derzeit zählt das Unternehmen 45 feste Mitarbeiter, die das gesamte Jahr über angestellt seien. Über 100 Fahrzeuge gehören zum Betrieb. Zudem stehe eine eigene Reparaturwerkstatt zur Verfügung. Zwei Bürokräfte sorgen für die Verwaltung. Er und sein Sohn, der in absehbarer Zeit die Firma übernehmen werde, kümmern sich vor allem um die Akquise, das Erstellen von Angeboten und die Kalkulation. Alfred Meier sei ein sehr wichtiger Mann im Betrieb, er sorge für die innerbetriebliche Struktur. 2012 ließ sich das Unternehmen Bereich Arbeitsschutz zertifizieren.

Zum Angebot gehört auch ökologische Landschaftspflege, bei der Tiere mithelfen. Heidschnucken halten Gras und Rasen kurz und verhindern das Verbuschen. Die Auftraggeber sehen dieses Angebot gerne, sagte Reiger. Kunden seien unter anderem die Deutsche Bahn, die Stadtwerke München, Schwimmbäder, Ruderregatten, der Olympiapark in München. "Im Grunde genommen alles, was mit Grün zu tun hat", sagte der Chef. 60 bis 70 Prozent der Aufträge beziehen sich auf das Ausschneiden oder Freihalten von Stromleitungen, ebenfalls von Gasleitungen, die regelmäßig befahren werden müssen.

"Von der Pike auf"

Josef Reiger junior, Jahrgang 1983, hat eine Ausbildung bei der BayWa absolviert. Seit 2002 ist er in der Firma Reiger tätig, wobei er die Arbeit draußen "von der Pike auf" gelernt hat. Beim Rundgang zeigten sich die Gäste von den Werkzeugen, Geräten und Spezialmaschinen beeindruckt. So kommen auch Fahrzeuge zum Einsatz, die extreme Hanglagen meistern. "Wir haben ganz viele tolle Firmen hier in Bodenwöhr, Bayern und Deutschland", zeigte sich Bodenwöhrs CSU-Vorsitzender Georg Hoffmann erfreut. Hier bei der Firma Reiger sei spürbar, wie viel Herzblut in dem Unternehmen stecke. Heike Faltermeier vom CSU-Ortsverband Bruck pflichtete bei.

Holmeier lobte die Entwicklung des Betriebes, dessen Dienstleistung eine Lücke schließe. 45 Arbeitsplätze zu halten verdiene großen Respekt. Er dankte für das hohe Engagement. Auf seiner Sommertour lerne er viele Betriebe kennen, die in vielen unterschiedlichen Branchen arbeiten.
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