Das Altsein kommt bestimmt

Die Tochter von MdL und stellvertretendem Landrat Joachim Hanisch bewies bei der Übung, dass sie durchaus in der Lage ist, im Ernstfall beherzt zuzugreifen. Bilder: Schieder (2)
Lokales
Bodenwöhr
07.05.2015
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Die Messe für Jugend, Senioren und Familien überzeugte durch ihr breites Spektrum. Zahlreiche Akteure und Institutionen präsentierten ihre Angebote. Und es blieb für die Besucher keineswegs bei der Theorie.

Emilia Müller, Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, eröffnete die Messe in der Hammersee-Halle. Gerne habe sie die Schirmherrschaft übernommen. Ihr liege als Sozialministerin das Miteinander und vor allem das Wohnen im Alter besonders am Herzen, betonte die Sprecherin. Bodenwöhr kümmere sich bereits seit längerem intensiv um diese Thematik. Das gute Miteinander sei eine Trumpfkarte des ländlichen Raumes gegen die Abwanderung in die Großstädte, zeigte sich Müller überzeugt. Die Organisatoren hätten das Thema Senioren um den Aspekt der Familien und Generationen erweitert, lobte sie.

Emilia Müller dankte dem Seniorenbeirat mit Günter Makolla und seinem Team für die Organisation. "Die heutige Messe ist eine von insgesamt rund 200 Aktionen im Zuge der ersten bayernweiten Aktionswoche 'Zu Hause daheim', die noch bis 10. Mai stattfindet", so die Sprecherin. Damit wolle man für das wichtige Zukunftsthema "Wohnen im Alter" sensibilisieren.

Rechtzeitig handeln

Günter Makolla, Vorsitzender des Seniorenbeirats Bodenwöhr, fungierte als Moderator des Nachmittags. Sein Dank galt allen, die zum Erfolg der Messe beigetragen haben. Insbesondere dankte er auch den Asylbewerbern, die gefragt hatten, wie sie helfen könnten und beim Aufbau der Stände mitgeholfen hätten. Zweiter Bürgermeister Albert Krieger ging ebenfalls auf die Thematik "Wohnen im Alter" ein. Stellvertretender Landrat MdL Joachim Hanisch gratulierte den Bodenwöhrern zu ihrer tollen Idee, eine Messe abzuhalten. Wer denke, "ich bin noch zu jung, das geht mich nichts an, der irrt". Jeder junge Mensch, der ein Haus baue, sei gut beraten, sich bereits Gedanken zu machen, wie er es seniorengerecht gestalten könne. Der demografische Wandel gehe alle an, vor allem auf dem Sektor "Bauen". Das Wichtigste sei, so Hanisch, im Alter nicht zu vereinsamen.

Beim anschließenden Rundgang erfuhren Ehrengäste und weitere Besucher, welche Hilfen die einzelnen Stellen wie Caritas, BRK, die Deutsche Multiple Gesellschaft, die Bürgerhilfe Bodenwöhr, die Siedlergemeinschaft, Tagesmütter, die Wasserwacht Bodenwöhr, sowie die einzelnen Kinderbetreuungseinrichtungen anbieten. Die Siedlergemeinschaft startete darüber hinaus eine Unterschriftenaktion gegen die bisherige Straßenausbaubeitragssatzung und forderte stattdessen von den Kommunen, dass sie Rücklagen dafür bilden und diese für den Straßenbau nutzen, statt die Kosten auf die Anlieger umzulegen.

Technische Hilfen

Für die Kinder gab es Bogenschießen, Kinderschminken, Malen und Basteln. Aber auch die Erwachsenen konnten sich an Denk- und Geschicklichkeitsspielen beteiligen. Auch welche technischen Hilfen es für Ältere oder Behinderte gibt, die den Alltag erheblich erleichtern, wurde von den Ausstellern demonstriert. Im Eingangsbereich ging es um die alte Handwerkskunst aus dem Hüttenwerk. Bilder dokumentierten das frühere Aussehen der Hüttenwerksgemeinde.
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