Das Gemeinwesen trägt

Der Männergesangsverein Bodenwöhr unter Leitung von Bernhard Schmidhuber unterhielt die Gäste mit seinen Liedbeiträgen. Bilder: Schieder (2)
Lokales
Bodenwöhr
27.01.2015
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Eine rundweg positive Bilanz und ein optimistischer Blick in die Zukunft: In der Hammersee-Gemeinde läuft es laut Bürgermeister sehr gut. Lob gab es auch von "außen".

"Wir sind eine stolze Gemeinde, stolz auf unser Gemeinwesen, das jahraus, jahrein von vielen ehrenamtlichen Kräften vorbildlich am Laufen gehalten wird", zeigte sich Bürgermeister Richard Stabl zufrieden beim Rückblick auf das bisher Erreichte und voller Optimismus auf das noch junge Jahr 2015. Zahlreiche Gäste verfolgten seine Ausführungen beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Freitagabend in der Hammerseehalle.

Gekommen waren auch die beiden Landratstellvertreter Jakob Scharf aus Steinberg am See und Arnold Kimmerl aus Pfreimd, Altlandrat Volker Liedtke sowie weitere Mandatsträger aller politischen Couleur aus den umliegenden Ortschaften. Und auch der Ortsgeistliche der Pfarreiengemeinschaft Bodenwöhr-Alten- und Neuenschwand nahm zusammen mit seiner Schwester Margit Müller am Empfang teil. Den Unterhaltungspart bestritt der Männergesangsverein Bodenwöhr unter Leitung von Bernhard Schmidhuber mit seinen Liedbeiträgen.

Auch "Global Player"

Viele ehrenamtliche Kräfte gestalteten das Gemeinwesen, was sich in den schönen Festen, in unterhaltsamer Kultur und gepflegter Natur zeige, aber auch beim Nachbarschaftshilfe-Verein, der in der Kommune fast schon modellhaft arbeite, betonte Stabl bei seiner Rede. Dankbar und stolz sei man auf die innovativen Unternehmen.

"Sogar Global Player tummeln sich in Bodenwöhr", so Stabl. "So wie früher, als unsere Gemeinde und unser Hüttenwerk ganz Europa mit hochwertigem Gusseisen versorgte." Heute seien es Dämm-Technologie, Beschichtung von elektronischen Leiterplatten, Entwicklung und Bau von Energie-Plus-Häusern, 3-D-Produktentwicklung, Fördertechnik und regionale Spezialitäten, nannte Stabl einige Beispiele.

Auch wenn die Naturkulisse es jederzeit vermuten lasse: "Wir leben in keinem Heimatfilm." Sehen könne man dies anhand er Blaualgen-Problematik beim Hammersee. Hier sei viel Arbeit und ein langer Atem vonnöten. Stabl sprach von einem dauerhaften Wettbewerb um Neubürger und Neuansiedlungen von Unternehmen, um Fördermittel und Infrastruktur, um Bildung und Zukunftschancen. Die Rahmenbedingungen dafür änderten sich ständig und rasant. Applaus setzte ein, als Stabl betonte: "Wir brauchen uns nicht verstecken, weder in Bodenwöhr, im Landkreis Schwandorf, noch in der Oberpfalz."

Mehr Einwohner

Menschen, die auf der Flucht aus anderen Kulturkreisen hierher kämen, könnten das Gemeinwesen bereichern. Senioren, die angeblich nicht mehr produktiv seien, könnten für wertvolle Impulse bringen. Damit die positive wirtschaftliche Entwicklung anhalte und dauerhaft bestehe, müsse man die Infrastruktur von der Ver- und Entsorgung bis zum Breitband, vom Bauland bis zum serviceorientierten Rathaus immer "up to date" halten. Er freute sich auch über die gestiegenen Einwohnerzahlen der letzten sieben Jahre von 4092 auf derzeit 4227. Auch seien die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in diesem Zeitraum um knapp ein Drittel gestiegen.

Gemeinsame Leistung

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf sagte, dass sich Bodenwöhr hervorragend etabliert habe, im Bereich der Wirtschaft, als Freizeitregion und als Heimat für die Menschen. Dies sei in einer Gemeinschaftsleistung erbracht worden. Augenfällig sei der neue Gemeinschaftsgeist in Bodenwöhr.Scharf würdigte neben dem Gemeinschaftsgeist auch die Hilfe für Flüchtlinge, die in Bodenwöhr geleistet werde.

Bürgermeister Richard Stabl überreichte gemeinsam mit Scharf die goldene Ehrenamtskarte an drei Personen zur Anerkennung ihrer besonderen Verdienste. Voraussetzung für deren Erhalt ist eine mindestens 25 Jahre andauernde ehrenamtliche Tätigkeit. In den Genuss dieser Auszeichnung kamen Markus Herrndobler, Christian Reinhardt und Robert Zenger. Alle drei sind im Technischen Hilfswerk (THW) tätig, Herrndobler zusätzlich auch als Vorsitzender des GOV Alten- und Neuenschwand.
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