Die Kraft des Gebets

Pfarrer Johann Trescher feierte vor der Koloman-Kapelle mit den Pilgern die Heilige Messe. Bild: sir
Lokales
Bodenwöhr
19.10.2015
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Das Schicksal des Kolomans wurde am Sonntagnachmittag wieder ins Bewusstsein gerufen. Der Heilige ist Patron der kleinen Warmersdorfer Kapelle.

Ein Kirchenzug setzte sich von der Ortsmitte zur Koloman-Kapelle in Bewegung, an der Spitze Pfarrer Johann Trescher mit den Ministranten. Betend erreichten die Pilger ihr Ziel. Koloman war vermutlich ein irischer Königssohn, auf dem Weg ins Heilige Land. Man hatte Angst vor dem "komischen Typ", dem sein Schweigen zum Verhängnis geworden ist. In Stockerau in Niederösterreich wurde Koloman festgenommen, gefoltert und getötet. Als Todestag gilt der 17. Juli 1012. Nach seinem Tod wurden ihm zahlreiche Wunder zugeschrieben. Als die Donau über die Ufer trat, ist seine Grabstelle nicht überschwemmt worden: Das galt als Wunder. Kolomans Leichnam wurde ins Kloster Melk überführt. Am 13. Oktober 1014 erfolgte seine Erhebung, die einer Heiligsprechung gleichkam.

Die Kapelle bei Warmersdorf konnte die Pilgerschar nicht fassen, so wurde der Gottesdienst im Freien zelebriert. In den Mittelpunkt seiner Ansprache stellte Pfarrer Johann Trescher das Gebet der Menschen, verbunden mit ihren Bitten. Dass sie scheinbar nicht erhört werden, führe zu Resignation: "Es nützt ja doch nichts." Durch die Kraft des Heiligen Geistes, um den die Gläubigen als Gabe Gottes beten sollen, könnten sie die nötige Kraft erhalten.
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