Einbruchsschock vorbeugen

Lokales
Bodenwöhr
28.09.2015
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Alptraum Einbruch: Wem dies schon mal passierte, der weiß um die Probleme, die sich daraus ergeben. Die Fachleute der Ermittlungsbehörde haben Ratschläge parat, wie solchen Ereignissen begegnet werden kann.

Die Polizei Neunburg vorm Wald bietet am Donnerstag, 29. Oktober, in der Gaststätte Schießl einen Infoabend zum Thema "Einbruchschutz rund ums Haus oder Wohnung - Tricks der Ganoven" an.

"Alle drei bis vier Minuten geschieht irgendwo in Deutschland ein Einbruch. Der Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen einen großen Schock. Dabei machen den Opfern die Verletzung der Privatsphäre, das verlorengegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, häufig mehr zu schaffen, als der rein materielle Schaden", so Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder, Fachberater der Kriminalpolizei Amberg.

Gerade mal elf Sekunden dauere es im Schnitt, bis ein geübter Einbrecher ein Fenster oder die Terrassentür aufgehebelt habe und in die Wohnung eingedrungen sei. Dass man sich davor schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei. Über ein Drittel der Einbrüche bleiben im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen der sicherungstechnischen Einrichtungen. Aber auch durch richtiges Verhalten und durch aufmerksame Nachbarn werden Einbrüche nicht nur verhindert, sondern zum Teil auch Täter auf frischer Tat betroffen und festgenommen.

Landläufige Irrtümer

Wie man sich vor einem Einbruch wirksam schützen kann, zeigt die Polizei unter dem Titel "Ungebetene Gäste - Sicher wohnen - Einbruchschutz" im Zuge von Broschüren oder auch im Internet unter www.Polizei-Beratung.de auf. Die Broschüre informiert über verhaltensbezogene und sicherungstechnische Möglichkeiten des Einbruchsschutzes. Darüber hinaus klärt sie über landläufige Irrtümer hinsichtlich des Täterverhaltens auf.

Früher war die dunkle Jahreszeit quasi die Hochsaison für Täter gewesen. Die frühe Abenddämmerung zwischen Oktober und März bot Wohnungseinbrechern nahezu ideale Bedingungen. Das ist jedoch schon lange nicht mehr der Fall. Auch während des Tages erhöhen sich nun die Einbruchszahlen erhöhen.

Bei der Häufigkeit der gewählten Einbruchsmethode zeigt die Einbruchsstatistik unter anderem auf, dass das Aufhebeln von Fenstern oder Terrassentüren mit etwa 70 Prozent nach wie vor an der Spitze steht. Diese Einbruchsmethode wird vonseiten des Fachreferenten anhand eines kurzen Videoclips dargestellt.

Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder zeigt eine große Bandbreite von Schutzmaßnahmen auf. Auch Fragen zum Versicherungsschutz und die Bedeutung der Nachbarschaftshilfe werden umfassend erläutert.

Unbedingt nachrüsten

Einen breiten Raum nehmen die Informationen zu technischen Sicherungseinrichtungen von Türen, Fenstertüren, Rollläden, sowie speziellen Nachrüstungsprodukten oder auch Zusatzschlössern ein. Hinweise zu Einbruchsmeldeanlagen als mögliche Begleitmaßnahmen mechanischer Sicherungstechnik ergänzen die Ausführungen des Fachreferenten.

Darüber hinaus besteht schon während des Fachvortrages und auch danach ausreichend Gelegenheit, gezielt Fragen an den kriminalpolizeilichen Fachberater zu stellen. Als Ansprechpartner vor Ort wird zudem der Dienststellenleiter der Polizei Neunburg vorm Wald zur Verfügung stehen.
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