Eine Lösung auf Kreisebene

Lokales
Bodenwöhr
28.02.2015
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Die interkommunale Klärschlammverwertung beschäftigt seit geraumer Zeit die Gemeinden und Abwasserverbände im Landkreis. Knackpunkt ist dabei die Rückgewinnung des "endlichen Rohstoffs Phosphor" bei einer Verbrennung. Die thermische Behandlung soll Zwischenlösung sein.

Bei der Versammlung des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung im Sulzbachtal gab Geschäftsführer Diplom-Ingenieur Josef Fellner einen Zischenbericht zur Verwertung von Klärschlamm. Nach nahezu zweieinhalbjähriger Überlegungs- und Planungsphase sollen heuer die rechtlichen Voraussetzungen zur Gründung eines kreisweiten Zweckverbandes geschaffen werden. Vorgesehen sei ferner der Bau einer Trocknungsanlage auf dem Betriebsgelände des Schwandorfer Müllkraftwerkes, um die entsprechende Entsorgung anbieten zu können.

30 Kommunen dabei

Die Trockenmasse soll bekanntlich im Zementwerk Burglengenfeld verbrannt werden. Dass dabei auch der wertvolle Rohstoff Phosphor verloren geht, bereitet dem einen oder anderen noch Bauchgrimmen. Dem Vernehmen nach laufen diesbezüglich Forschungen, die momentan noch den Status der Feldversuche besitzen. 30 der 33 Landkreiskommunen stehen dem Beitritt zum Zweckverband positiv gegenüber. Schönsee, Stadlern und Burglengenfeld haben bereits abgewunken. Ohne Beanstandung verlief die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2013. Das vorläufige Ergebnis für 2014, das mit knapp 1,48 Millionen Euro schließt, wurde in den Prüfungsausschuss verweisen. Mit ausdrücklich positiven Anmerkungen war der überörtliche Prüfungsbericht für die Jahresrechnungen 2010 bis 2013 versehen.

Geld zurück bekommen die Mitgliedskommunen Nittenau, Bruck und Bodenwöhr mit Blick auf die Umlage 2014. Bei den Betriebskosten fielen 76 592 Euro weniger an, bei den Investitionen waren es 23 954 Euro. Die Annahmegebühr für Klärschlamm wurde nach 13 Jahren von 12 auf 18 Euro je Kubikmeter erhöht.

Ohne Diskussion wurde die Festlegung der Betriebsumlage 2015 gebilligt. Sie beträgt bei den festen Verwaltungskosten 50,4 Prozent für Nittenau und jeweils 24,8 Prozent für Bruck und Bodenwöhr. Bei den variablen Kosten, die mit 676 600 Euro kalkuliert sind, ist Nittenau mit 49,35, Bruck mit 26,03 und Bodenwöhr mit 24,62 Prozent "dabei".

Vier Euro draufgelegt

Schließlich stand noch der Haushalt für das laufende Jahr auf dem Programm. Das Zahlenwerk weist einen Ansatz von 1 098 300 Euro auf. Im Vermögensteil sind es 800 200 Euro. Vorgesehen ist eine Kreditaufnahme für Investitionen von 100 000 Euro. Der Schuldenstand wurde im Übrigen 2014 um rund 32 990 Euro auf 301 810 Euro verringert.

Die Arbeit im Zweckverband läuft in geregelten Bahnen, die kommunalen Vertreter müssen normalerweise nur einmal im Jahr zusammentreten. Bislang gab es 16 Euro als Sitzungsgeld. Am Mittwoch legten die Verbandsräte nach Jahren einstimmig vier Euro drauf.
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