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Lokales
Bodenwöhr
27.02.2015
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Der Betrieb in der gemeinsamen Kläranlage läuft reibungslos. Die energetischen Maßnahmen wirken sich finanziell positiv aus. Für das Jahr 2015 sind weitere Investitionen geplant.

Als der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung im Sulzbachtal, dem die Kommunen Nittenau, Bruck und Bodenwöhr angehören, am Mittwochabend im Rathaus der Hammersee-Gemeinde tagte, gab es ein besonderes Lob für die Geschäftsführung und die Mitarbeiter. Ein Grund dafür waren die Ausführungen von Geschäftsleiter Diplom-Ingenieur Josef Fellner zum Betrieb der gemeinsamen Kläranlage.

Fellner erinnerte zunächst an die Erneuerung der Elektroanlagen in der Schaltwarte. Mit weiteren Maßnahmen investierte der Zweckverband 140 000 Euro. Gelöst wurde auch das Problem der zusammengedrückten Rohrleitung des Hauptsammlers im Hammersee. In der Kläranlage wurden laut Fellner 1 208 600 Kubikmeter Abwasser behandelt, eine Reduzierung um 80 000 Kubikmeter im Vergleich zum Vorjahr. Hier würden wohl der Rückgang des Fremdwassers von 23 auf 20 Prozent und der sparsamere Umgang mit Brauchwasser zu Buche schlagen. Gesteigert worden sei nochmals die Reinigungsleistung.

Auf ein Drittel

Von großem Interesse war naturgemäß die Energiebilanz 2014. Die Reduzierung des Energiebezugs auf etwa ein Drittel der früherer Abnahmemenge bedeutet einen äußerst erfreulichen Umstand. Abgestimmt auf das jährliche Klärgasaufkommen von etwa 200 000 Kubikmeter wurde nach der PV-Anlage 2013 ein Blockheizkraftwerk mit einer Nennleistung von 60kW in Betrieb genommen. Dieses erzeugte 318 700 kWh für den Jahresenergieverbrauch, die PV-Anlage steuerte 16 400 kWh bei. Zusätzlich wurden 31 300 kWh ins Netz eingespeist. Der gesamte Nassschlamm wird mit der mobilen Kammerfilterpresse entwässert und anschließend zur Kompostierung gegeben.

Im Ausblick auf 2015 beschloss das Gremium drei Maßnahmen. Zum einen soll die Gasverdichterstation saniert werden. Hier erfolgte in nichtöffentlicher Sitzung die Ausschreibung. Zum anderen ist die Generalüberholung der Heizung mit Austausch der gesamten Installation geplant. Die Kosten dürften sich auf rund 220 000 Euro belaufen.

Um zwei Jahre vorgezogen wird der Austausch der Elektroanlagen im Betriebsgebäude. Die grobe Kostenschätzung weist hier etwa 70 000 Euro auf. Die Mittel wurden in den Haushalt 2015 eingestellt. Über den weiteren Verlauf der Sitzung werden wir noch berichten.
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