Entwicklungskonzept für die Projektförderung in den Kommunen des Seengebietes vorgestellt
Ideensammlung für die Zukunft

Lokales
Bodenwöhr
16.10.2014
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Vorgestellt wurde am Dienstagabend in der Hammersee-Halle das "Entwicklungskonzept für das Auswahlverfahren integrierter räumlicher Entwicklungsmaßnahmen EFRE Bayern 2014 bis 2020 für das Seengebiet im Naturpark Oberpfälzer Wald". Damit wollte man der Bevölkerung die Gelegenheit geben, ihre eigenen Ideen einzubringen.

Mit neun Kommunen

Bürgermeister Richard Stabl hieß unter den Besuchern die drei Referenten willkommen: Dr. Heike Glatzel, Geschäftsführerin von Futour Umwelt-, Tourismus- und Regionalberatung, Landschaftsarchitekt Gottfried Blank und Christoph Vögerl vom Institut für Energietechnik (IfE). Diese bilden eine Arbeitsgemeinschaft für neun Kommunen, die sich für dieses Konzept zusammenschließen.

Ziel dabei sei es, sich damit für Fördermittel bewerben zu können. Dabei handelt es sich um die Kommunen Bodenwöhr, Bruck, Dieterskirchen, Neukirchen-Balbini, Neunburg vorm Wald, Schwarzhofen, Steinberg am See und Wackersdorf.

Gemeindeübergreifend, lokal, regional und überregional soll den Anforderungen der Zukunft begegnet werden, auch im Hinblick auf den demografischen Wandel und in Verbindung mit Traditionen, moderner Integration sowie einer Kombination von Grün und Energie. Erstellt wurde dazu laut Dr. Heike Glatzel auch ein Ausführungskonzept, das eine Bestandsanalyse, eine Zielkonzeption und Maßnahmen vorsieht.

Ortskerne beleben

Diese Vorgehensweise werde in Abstimmung mit den Gemeinden, dem Leader-Prozess, dem Zweckverband Oberpfälzer Seenland, den Gremien und der Bürgerbeteiligung erfolgen. Die Zeit dränge, so Dr. Glatzel, denn bereits Ende November müsse das Konzept fertig werden.

Landschaftsarchitekt Gottfried Blank ging näher auf die Zielkonzeption und Leitthemen der Industriegeschichte, auch kommunenübergreifend, ein. Hierbei gehe es unter anderem um die Belebung der Ortskerne, die Darstellung der Industriegeschichte, die Waldgeschichte und das kulturelle Erbe. Bei der Thematik "Rund um Grün" wurde eine interkommunale energieeffiziente Gartenschau angedacht.

Regionales Kraftwerk?

Auch der Hochwasserschutz wurde angesprochen. Christoph Vögerl stellte die zukunftsweisende Energienutzung mit Schaffung einer ganzheitlichen Energieregion vor. Ziel sei der Aufbau eines innovativen, virtuellen und regionalen Kraftwerks. Die Lücke zwischen Erzeugung und Verbrauch solle geschlossen werden. Zur Errichtung eines Regionalkraftwerks sei die Einrichtung einer interkommunalen Koordinationsstelle zu energetischen Fragestellungen notwendig. Nach dem Vorstellen des Konzepts nutzten zahlreiche Anwesende die Gelegenheit Fragen zu stellen und Anregungen zu geben, wovon ein Großteil sich zu den Radwegen äußerte.
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